Zehnfacher Nachwuchs: Weißrüssel-Nasenbären entdecken Anlage im Allwetterzoo
Foto: Allwetterzoo
- 16.06.2026
Auf der Anlage der Weißrüssel-Nasenbären im Allwetterzoo Münster geht es momentan besonders wuselig zu. Zehn kleine Nasenbären erkunden seit Montag (15.06.2026) die Außenanlage. Sie klettern die Bäume im Eiltempo rauf, dann wieder runter, recken ihre Nasen in die Luft oder suchen auf dem Boden nach neuen Entdeckungen. Die zehn Jungtiere sind am 5. April, 6. April und 23. April 2026 zur Welt gekommen und waren bislang nicht für die Besucher*innen zu sehen.
Ihre Mütter sind drei der vier Nasenbären-Weibchen, die seit April 2025 im Allwetterzoo leben. „Freya“ hat vier Jungtiere zur Welt gebracht, „Hel“ und „Skadi“ jeweils drei. Die Jungtiere leben gemeinsam mit ihren Müttern und Tante „Sif“ auf einer Anlage. Da Nasenbären-Männchen Einzelgänger sind, lebt Vater „Loki“ auf der benachbarten Anlage.
Nasenbären-Jungtiere bleiben vorerst im Allwetterzoo Münster
Nasenbären kommen blind und taub zur Welt und verlassen in den ersten Wochen ihres Lebens nicht ihre Nester. Deswegen blieb der Nachwuchs bislang hinter den Kulissen. Mittlerweile nehmen die fünf Weibchen und fünf Männchen ihre Umgebung aber mit allen Sinnen wahr und dürfen nun auch die Außenanlage erkunden.
Der Weißrüssel-Nasenbär ist ein Raubtier aus der Familie der Kleinbären und kommt ursprünglich in Mittel- und Südamerika vor. Wie geschickt er klettern kann, ist bereits bei den Jungtieren gut zu beobachten: Sie schaffen es sogar kopfüber zu klettern.
Nasenbären-Population nimmt immer weiter ab
Der Nasenbär ist ein Allesfresser, ernährt sich aber hauptsächlich von Insekten, Früchten, Eiern und kleinen Wirbeltieren wie Mäuse, Eidechsen oder Frösche. Früher wurden Weißrüssel-Nasenbären in der Landwirtschaft als Schädlingsbekämpfer eingesetzt oder als Haustiere gehalten. Schwindende Lebensräume und die Jagd bedrohen den Bestand der Tiere, die Population nimmt immer weiter ab. Die Art gilt aber noch nicht als gefährdet.