Initiative Transparente Tierversuche
Was ist das eigentlich, ein Tierversuch? Rein rechtlich ist die Arbeit mit Tieren sehr schnell als Tierversuch zu werten – dafür bedarf es nicht einmal ein Labor. Auch die wissenschaftliche Beobachtung und Zusammenarbeit mit Tieren in einem Zoo gelten teilweise als Tierversuch.
Der Allwetterzoo hat sich unter anderem deshalb der "Initiative Transparente Tierversuche" angeschlossen.
So funktioniert Forschung mit Tieren im Zoo
Bei der Initiative geht es vor allem um Transparenz – also darum, sichtbar und deutlich zu kommunizieren, was in einem Zoo geschieht. Das betrifft auch die Dinge, die hinter den Kulissen passieren. Tierversuche in einem Zoo haben zum Ziel, Kenntnisse über die dort lebenden Tiere zu gewinnen. Es geht um Grundlagenforschung: Die Ergebnisse helfen bei der Verbesserung der Haltungsbedingungen und des Wohlbefindens unserer Tiere. Aber auch tiermedizinische, genetische und biochemische Fragestellungen werden untersucht. Diese „Tierversuche“ belasten die Tiere kaum, helfen aber bei der Haltung im Zoo (Ex-situ) sowie dem Schutz der jeweiligen Tierarten in ihrem angestammten Lebensraum (In-situ).
Es kann also nicht pauschal von „den Tierversuchen“ gesprochen werden. Jenseits der zoologischen Arbeit gibt es tatsächlich Versuche mit Tieren, die eigens in und für Labore gezüchtet werden. Viele von ihnen haben ein Leben, das gesellschaftlich als nicht erstrebenswert angesehen wird, und werden nach den Experimenten getötet, weil sie dann nicht mehr von Nutzen sind. Diese Art von Tierversuchen hat aber nichts mit den Forschungen zu tun, die in zoologischen Einrichtungen durchgeführt werden. Von Forschungen in Zoos profitieren zum einen die Tiere in den jeweiligen Einrichtungen, aber auch Tiere und ganze Ökosysteme außerhalb der Zoo-Welt.
