Der kambodschanische Bildungsminister besucht das Artenschutzzentrum des Allwetterzoos in Kambodscha

Hohen Besuch empfing das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) in den vergangenen Tagen. Der Kambodschanische Minister für Bildung, Jugend und Sport, seine Exzellenz Dr. Hang Chuon Naron, besucht das Artenschutzzentrum des Allwetterzoos und informierte sich über die dortige Bildungsarbeit.

„Der Besuch ist für uns natürlich eine große Ehre“, sagt Michael Meyerhoff, der den Minister als Leiter der Station herumführte, „denn es zeigt, dass unsere Arbeit auch auf höchster Regierungsebene wahrgenommen wird.“

Tägliche Führungen, Weiterbildung von Nationalparkrangern, Behörden sowie buddhistischen Mönchen steht, wie auch die Öffentlichkeitsarbeit, auf dem täglichen Programm des Zentrums. „Gerade die Zusammenarbeit mit den Mönchen ist für uns von hoher Bedeutung, da sie als Multiplikatoren die für uns wichtigen Themen Arten- und Tierschutz viel intensiver in die Gesellschaft tragen können.“ führt Meyerhoff aus. Daher entwickelt das ACCB in Kooperation mit der Welttierschutzgesellschaft (WTG) ein Lehrbuch mit welchem Workshops in den buddhistischen Pagoden (Klöster) angeboten werden können. „Das ist für uns natürlich erst einmal Neuland,“ sagt Dr. Philipp Wagner, Kurator für Artenschutz am Allwetterzoo, „denn so etwas wie der Tierschutzgedanke ist in Kambodscha bisher kaum präsent. Es sind aber gerade die Mönche, die diesen Themen sehr aufgeschlossen gegenüber stehen.“

Auch die Probleme im Artenschutz werden angesprochen. „Da ist zum Beispiel der >>Merit Release<< der mit dem Freilassen von Tieren eigentlich ein gutes Zeichen setzen soll. Letztendlich aber dafür sorgt, dass Tiere, vornehmlich Vögel und Schildkröten, erst gefangen und dann vor den Pagoden verkauft werden.“ erklärt Wagner. Dieses massenhafte Abfangen lässt die lokalen Populationen zusammen brechen und die Märkte können nicht mehr gestillt werden. Dafür werden dann Tiere importiert, die als freigelassene Neozoen (durch den Menschen angesiedelte, lokalfremde Arten) das lokale Ökosystem bedrohen. „So eine Problematik können wir nicht alleine bewältigen. Vor allem, weil immer mehr Touristen den Merit Release als Attraktion wahrnehmen. Daher bin ich froh, dass sehr viele Mönche den Themen aufgeschlossen gegenüber sind und wir mit der WTG einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben.“

NeinJa

Unsere Website verwendet Cookies um eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste zu ermöglichen. Zur Verbesserung unserer Dienste möchten wir gerne Ihre Nutzung der Website mit Hilfe von Google Analytics auswerten. Sind Sie damit einverstanden? Weitere Infos sowie die Möglichkeit, der Zustimmung zu widersprechen, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.