Trainieren für den Ernstfall

Durch Ausbildung sowie einer gleichzeitigen Übung, für die THW-Ortsverbände Dülmen und Lüdinghausen wurde das ca. 4.000 Quadratmeter große Baufeld, auf dem die Merantihalle erbaut wird, konnte am Tag der deutschen Einheit eine rund 200 Quadratmeter große Vogelvoliere bis auf das Fundament dem Erdboden gleichgemacht werden. Nun war das Baufeld „die Waldbrandschneise“ von Bauwerken größtenteils befreit und somit bereit für das Fällen von Bäumen.

Aufgrund der Kooperationsvereinbarung konnte das THW im Rahmen des 2. Wochenendes am 10. Und 11. Oktober 2020 die Ausbildung von Motorsägen Bediener*innen für sechs Einsatzkräfte der Ortsverbände Greven, Ibbenbüren, Lengerich, Münster und Rheine

durchführen. Gleichzeitig konnte die kombinierte „Übung“ der Fachgruppen Räumen und Bergung des technischen Zuges für den Ortsverband Rheine ermöglicht werden. Es stellten sich 16 Einsatzkräfte mit Ihren Gruppen den Herausforderungen, wie dem vorbereiten und beräumen eines Baufeldes.

Aus dem Ortsverband Rheine im Allwetterzoo Münster angekommen, bekamen alle Einsatzkräfte eine erneute Corona-Belehrung und den Gesundheits-check, wie bereits vor Marschantritt von den verantwortlichen Führungskräften.

Der „Einsatzauftrag“ der Ausbildungs- und Übungsveranstaltung lautete, Vorbereiten von Zufahrtsmöglichkeiten zur „sogenannten Waldbrandschneise“ für die Bekämpfung und Eindämmung von Waldbränden in schwierigem Gelände zur Unterstützung der Feuerwehr. Hierzu rückten die Einsatzkräfte, welche an der Ausbildung zum Bedienen von Motorsägen teilnahmen, mit ihren Gerätschaften wie Motorsägen, Greifzügen, Fällheber, Keilen und Äxten, sowie der für das Fällen von Bäumen erforderlichen Sicherheitsausstattung an.

Baufeld für die Merantihalle vorbereiten

Die Einsatzkräfte der Fachgruppe Räumen und des technischen Zuges aus dem Ortsverband Rheine kamen mit schwerem Gerät, wie dem Gerätekraftwagen (dem sogenannten Werkzeugkoffer auf Rädern, mit Seilwinde) sowie dem LKW-Kipper mit Anbauteilen und dem Tiefladeanhänger mit Radlader CAT hinzu. Nahezu unentwegt waren Radlader, Trennschleifer, Motorsägen und Handwerkzeuge wie Bolzenschneider, Spaten und Vorschlaghammer  zum Einsatz.

Beim Rückbau der 200 Meter Zaunanlage und der Dachkonstruktion des ehemaligen Känguru Gehege, bestehend aus zwei Metallpfosten etwa sieben Meter hoch, diese wurden mittels Trennschleifer von ihrem rund einen Kubikmeter großen Betonfundament getrennt und umgelegt.

Als eine der besonderen Herausforderungen galt das Umsetzen eines ca. 7 x 7 Meter großen Holzpavillons, da dieser nicht beschädigt werden durfte. Auf dem Weg zum Pavillon mussten zunächst diverse (bis zu zwei Tonnen schwere) Findlinge, sowie einige Baumstämme und Wurzelteller entfernt werden. Nahezu gleichzeitig wurden die Bodenverschraubungen des Pavillons von Ihren Fundamenten gelöst, sodass der Pavillon in einem Stück mit der Lasthakenaufnahme des Radladers angehoben, um rund 40 Meter versetzt und unbeschädigt wieder aufgestellt werden konnte.

Sämtliche Bäume konnten in die gewünschte Richtung gefällt werden. Anschließend wurden die gefällten Bäume auf Anweisung von Mitarbeitern des Allwetterzoo Münster wie gewünscht aufbereitet und positioniert, damit diese im Zoo noch folgendem Nutzen zugeführt werden konnten: Zweige und Äste mit Blattlaub als Futter für die Tiere, Stämme und Kronengehölz als Spielzeug für die Elefanten, Affen, Löwen, Tiger, Leoparden und Co.

Erneut wurde aufgezeigt, zu welch großartigen Leistungen die Einsatzkräfte der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk mit Ihrer Technik, der ausgezeichneten Kommunikation, Ihrem Teamgeist sowie Ihrem fachlichen Wissen im Stande sind. Zum Abschluss, beim Stoßstangen Gespräch bedankten sich die Bürosachbearbeiter E/A der Regionalstelle Münster, bei den hochqualifizierten Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement, sowie die außerordentlich hohe Motivation. Das Team des Allwetterzoo Münsters sprachen ihre Begeisterung und ihren Dank für die erbrachte professionelle Unterstützung zur Vorbereitung des Baufeldes für die neue Merantihalle aus.

Fortsetzung folgt …

(Text und Fotos: Anastasia Fritsler/THW)

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