Allwetterzoo Münster hat Defibrillatoren angeschafft

Drei Defis, wie sie im Fachjargon auch gerne genannt werden, hat der Allwetterzoo angeschafft – aber nur zwei mussten bezahlt werden. „Wir sind sehr dankbar, dass wir den dritten Defi von der Firma POST Medizintechnik aus Nordwalde gespendet bekommen haben“, freut sich Geschäftsführerin Dr. Simone Schehka, die zugleich betont, dass sie sich noch mehr darüber freuen würde, wenn keines der drei Geräte je benutzt werden muss. Getreu dem Motto: Haben ist besser als brauchen.

Ein Defibrillator, auch Schockgeber, ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation und unter Umständen zur Kardioversion, also

Dirk Heese und Dr. Simone Schehka vom Allwetterzoo freuen sich über die Spende von POST Medizintechnik, übergeben durch Manuel Post, Manuel Krass und Olaf Böhm (v.l.).

der Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Vorhofflattern beenden. Defibrillatoren wurden in der Vergangenheit in erster Linie auf Intensivstationen, in Operationssälen, in Notaufnahmen, sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehalten. „Seit den 1990er-Jahren werden Defibrillatoren in Form automatisierter externer Defibrillatoren auch zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien bereitgestellt“, erklärt Manuel Post, Geschäftsführer von POST Medizintechnik. „Sollte jemals einer der Defis benutzt werden müssen, sollte  jeder Handgriff sitzen. Das kann am Ende über Leben und Tot entscheiden.“ Damit aber niemand mit dem Gerät alleingelassen wird, gibt es eine laute Anleitung, die der Defi dem Anwender berichtet. „Zudem haben wir die Mitarbeiter des Allwetterzoos von unserem Team in dem Umgang mit den neuen Geräten eingewiesen“, so Post weiter. Auch wird im Rahmen der internen Erste-Hilfe-Kurse des Allwetterzoos der sichere Umgang immer wieder trainiert werden.

Immer an die Rettungskette halten

Bei der Übergabe der drei Defis betonten alle Anwesenden, dass ein Defibrillator die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung zwar signifikant verbessert, sie aber keinesfalls ersetzen kann. Auch müsse zwingend die Rettungskette eingehalten werden „Wenn es zu einem Unfall auf unserem Gelände kommen sollte, müssen die, die den Unfall beobachtet haben, unbedingt einen Tierpfleger oder das Kassenpersonal informieren“, erklärt der technische Leiter des Allwetterzoos Dirk Heese. „Das gilt auch für Unfälle auf den Spielplätzen. Das ist wichtig, da die Rettungsinformationskette des

Zoos vorsieht, dass ein Mitarbeiter die Rettungskräfte an dem für sie am besten geeigneten Zugangspunkt abholt und ihnen dann direkt den kürzesten Weg zur Unfallstelle weist.“ Nur so könne am Ende Wertvolle, gegebenenfalls lebensrettende Zeit gewonnen werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Rettungssanitäter zwar rechtzeitig vor Ort sind, aber niemand weiß, wo auf dem 30 Hektar großen Gelände Hilfe benötigt wird.

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