Konfirmandengruppen kommen seit vielen Jahren in den Allwetterzoo

„Es fing alles damit an, dass ich vor rund 20 Jahren meine Stelle in der Evangelische Friedenskirchengemeinde in Bergkamen antrat“, erinnert sich der Pfarrer. „Schon damals sind die Konfirmanden immer im Rahmen eines Ausflugs nach Münster gefahren.“ Die Fahrt wurde auch dazu genutzt, aktuelle Ereignisse aufzunehmen und zu besprechen. „Zur Zeit des Irak-Kriegs haben wir viel über Frieden gesprochen und hatten unter anderem eine Führung im Friedenssaal“, so der Pfarrer, der acht Jahre seines Lebens in Münster gewohnt, und hier auch Theologie studiert hat.

Seit über einem Jahrzehnt kommen

die Konfirmanden aus Bergkamen nun regelmäßig in den Allwetterzoo. „Anfangs ging es noch um die Tiere der Bibel. Mittlerweile steht aber der Erhalt der Schöpfung im Fokus der Besuche“, so Maties, der auch am vergangenen Samstag wieder mit jungen Menschen in Münster war und an einer entsprechenden Führung zum Thema Artenschutz teilgenommen hat. „Wenn wir uns mit dem Thema Schöpfung sowie ihrer Vielfalt auseinandersetzen wollen, ist der Allwetterzoo hier eine hervorragende Adresse, setzt dieser sich doch im Rahmen von Artenschutzprojekten auch genau dafür ein. Dabei unterstützen uns immer die Zooführer mit vielen Informationen, die sie uns geduldig und verständlich präsentieren.“

Auch im vergangenen Jahr war eine Gruppe aus Bergkamen zu Gast im Allwetterzoo. „Wir haben uns im Vorfeld mit Albert Schweitzer auseinander gesetzt und einen Film von und mit Hannes Jaenicke, „Im Einsatz für Orang-Utans“, angesehen. Es war spannend zu erleben, wie diese Impulse dann von den Anwesenden im Rahmen der Zooführung aufgegriffen worden waren“, erinnert sich der Pfarrer. Der Besuch war sogar so nachhaltig, dass die stark bedrohten Tiere Thema des Konfirmanden Gottesdienstes sein werden. Und auch die Gruppe am vergangenen Wochenende wurde von einem Orang-Utan begleitet. Ein Orang-Utan von der BOS-Stiftung (Borneo Orangutan Survival Deutschland), also ein Stofftier, hatte die Jugendlichen am Wochenende begleitet. „Wir sind uns bewusst, dass bei diesen Fahrten das Miteinander ganz klar im Vordergrund steht. Aber es freut uns natürlich, wenn unterbewusst etwas hängen bleibt, oder wie im aktuellen Fall,

sogar das Thema von den Jugendlichen noch einmal im Rahmen eines Gottesdienstes wieder aufgegriffen wird. Wir werden die Arbeit der Stiftung auch mit einer Kollekte unterstützen.“ In einem anderen Fall hatte eine Gruppe Spendengelder für den damals im Bau befindlichen Elefantenpark gesammelt – bis heute hängt ein Schild an der Spenderwand, welches an das Engagement der Friedenskirchengemeinde erinnert.

Die Konfirmandengruppe war aber nicht nur im Allwetterzoo zu Gast. „Anschließend haben wir im Planetarium des benachbarten LWL-Naturkundemuseums auf den blauen Planet geblickt. Vom Weltraum haben wir einen Blick dafür gekommen, dass wir doch alle auf unseren Heimatplaneten angewiesen sind.“ Die Konfirmanden hatten deswegen von der Evangelischen Friedenskirchengemeinde in Bergkamen eine kleine Weltkugel für die Hosentasche bekommen. „Auftrag: Gebt auf unsere Welt gut Acht!“, erklärte der Pfarrer das Geschenk.

Zudem hatte die Gruppe bei herrlichem Wetter den Samstagnachmittag genutzt, um die "Tiere der Arche Noah" in Münster zu entdecken: Die Löwen im Dom zu Münster, die Schafe an der Lambertikirche, den Adler auf dem Fußballtrikot von Preußen Münster sowie einen weißen Schwan auf dem Aasee. „Wir freuen uns, auch im nächsten Jahr wieder nach Münster und in den Allwetterzoo zu kommen“, zieht Pfarrer Christoph Maties das Fazit zum Wochenende.

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