„Medical training“ erleichtert die Arbeit der Tierärzte

Der bereits in die Jahre gekommene Warzenschweineber „Banjul“ des Allwetterzoos hat seit einiger Zeit eine Umfangsvermehrung unter dem Kinn, von der die Tierärzte vermuteten, dass es ein Abszess ist. „Leider besteht die Möglichkeit, dass die Ursache in einem Zahnproblem zu suchen ist“, sagt Laura Platner, Tierärztin im Allwetterzoo. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurden deswegen vor kurzem Röntgenaufnahmen gemacht. „Wir wollten einmal sehen, mit was wir es zu tun haben. Deshalb haben wir die Röntgenaufnahmen gemacht, auf dem wir die Zähne, Zahnwurzeln und auch den umliegenden Knochen beurteilen können.“

Sofern möglich, versucht das Team des Allwetterzoos immer die Tiere so minimalinvasiv wie nur irgend möglich zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. „Deswegen haben wir bei den Aufnahmen von Banjul auch auf eine Narkose verzichtet“, erklärt die Tierärztin. Möglich ist das, da die Tierpfleger regelmäßig mit den Tieren im sogenannten „medical training“ arbeiten und, noch wichtiger, ihr vollstes Vertrauen haben.

Das war auch im Fall von Banjul so. Auch hier haben die Tierärzte und Tierpfleger vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet. „Das ist am Ende auch für das Tier sehr viel besser und bedeutet sehr viel weniger Stress, als wenn wir es zum Beispiel festhalten müssten. Auch für uns ist das so viel schöner und festigt auch das Vertrauen.“

Bevor die Aufnahmen mit dem mobilen Röntgengerät gemacht werden konnten, haben die  Pfleger täglich im Rahmen des Trainings mit Banjul geübt, sich auf die Röntgenplatte zu legen und zu tolerieren, dass sich ein Mensch mit einem Gegenstand über ihn beugt, so wie es dann mit dem Röntgengerät gemacht werden sollte.

Das Problem bei dieser sehr stressfreien Untersuchung von Tieren ist, dass sie nie zu 100 Prozent still liegen. Die entstanden Röntgenaufnahmen sind dadurch nie ganz perfekt. „Ein Teil der Aufnahmen ist aber für eine weitere Diagnostik geeignet. Diese müssen wir nun im Team auswerten und weitere Schritte überlegen“, beschreibt Laura Platner das weitere Vorgehen.

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