Verkuppeln für den Artenschutz

791 Tiere, unterschieden in 47 Arten, leben derzeit in der Einrichtung in Kambodscha, in der sich zuletzt auch Kai Julian Vogt, ein Mitarbeiter des Kölner Zoos, für drei Monate ehrenamtlich für den Arten- und Tierschutz eingesetzt hat. „Die entscheidende Motivation für mich war zu erfahren, wie ein durch den Zoo finanziertes In-Situ-Projekt vor Ort in einem tropischen Land aussieht und funktioniert. Eine andere Kultur sowie Lebensweise kennen zu lernen und meine Englischkenntnisse aufzubessern“, sagt Vogt zu seiner Motivation. „Da mein Aufgabengebiet im Kölner Zoo und auch mein persönlicher Schwerpunkt bei südostasiatischen Vogel- und Reptilienarten liegt, viel mir das Artenschutzzentrum schnell ins Auge.“

„Er hat im täglichen Geschäft mitgeholfen und tatkräftig mit angepackt, die erste Voliere zur Zucht des vor der Ausrottung stehenden Weißschulteribisses aufzubauen“, freut sich der Münsteraner Kurator Dr. Philipp Wagner, dass der Kölner nicht nur einen Monat Urlaub sowie einen weiteren Monat Überstunden in den Dienst des ACCB gestellt hat. „Auch das der Kölner Zoo ihn für einen weiteren Monat freigestellt hat, damit er uns vor Ort helfen kann, war einfach klasse. Dafür danke ich dem Kölner Zoo noch heute.“

Mit der Voliere, in der die seltenen Tiere – die weltweite Population wird auf rund 1000 Tiere geschätzt – gezüchtet werden sollen, betritt das Team des ACCB Neuland. „Die Tiere im Artenschutzzentrum sind alle gerettet und wieder aufgepäppelt worden. Mit ihnen wollen wir nun in die Zucht gehen“, so Wagner. Das Problem ist nur, dass es kaum belegbare Zuchterfahrungen gibt. Deswegen wurde die neue Voliere ganz speziell geplant. „Im Team wird immer vom Tinder-Raum gesprochen, in dem sich die Tiere kennenlernen können. Gibt es ein Match, können sie von dort direkt in ein Separee entschwinden, um unter sich zu sein“, beschreibt der Kurator und Artenschutzexperte aus Münster den Aufbau. Dabei sind die Separees so aufgebaut, dass die Tiere dort verschiedene Nistplatzangebote vorfinden. Auch könnten die Separees optisch voneinander getrennt werden, denn „Wir wissen noch recht wenig über das Brutverhalten. Brüten sie im in kleinen Gruppen oder sind sie dabei lieber für sich. Um auf möglichst alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, haben wir die Voliere so konzipiert, um eine größtmögliche Variabilität gewährleisten zu können.“

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