Umweltkriminalität rottet Arten aus

Drei tote Vögel? Wen kümmert's, könnte man fragen. Diese Zahl mag klein klingen. Aber bei nur noch unter 300 Individuen sind dieser Vergiftung ein bis zwei Prozent des Weltbestandes zum Opfer gefallen.

Die Tiere wurden wegen ihres Fleisches getötet, dass entweder lokal gegessen oder auf Märkten verkauft wird. „Dies liegt auch an den Beschränkungen durch das Corona Virus, denn die Menschen die ihre Arbeit in Kambodscha verloren haben gehen nun stärker auf die Jagd um ihre Familien zu ernähren und laufende Kredite zu finanzieren“, sagte Dr. Philipp Wagner, Kurator für Artenschutz am Allwetterzoo. Gerade für den Allwetterzoo bedeutet die Vergiftung einen herben Rückschlag in den Bemühungen um die Art. Im ACCB kümmert sich das Team immer wieder um verletzt aufgefundene

oder beschlagnahmte Riesenibisse, pflegt sie und wildert sie, falls möglich, wieder aus. „Das ist allerdings nicht immer möglich und so haben wir gerade ein Paar in der Haltung, das sich hoffentlich zu einem Brutpaar zusammenfindet und wir mehr Informationen über die Biologie und die Zucht dieser stark bedrohten Vogelart lernen können“ führt Wagner aus. „Die Welt schaut hier zu, wie eine charismatische Vogelart vom Menschen aktiv und passiv ausgerottet wird aber wir möchten alles in unserer Kraft liegende unternehmen um das zu verhindern.“ Zusammen mit der World Conservation Society (WCS), die den Riesenibis im Lebensraum schützt, soll ein gemeinsames Management der Art entwickelt werden um das Überleben der Art zu sichern.

Hintergrund Riesenibis

Der Riesenibis Thaumatibis gigantea ist Kambodschas Nationalvogel. Er wird von der IUCN als Kritisch vom Aussterben bedroht eingestuft, steht auf Platz 2 der EDGE Liste der bedrohten Vogelarten und steht in Kambodscha unter Schutz. Er galt früher als in Südostasien weit verbreitet, kommt aber heute nur noch in Kambodscha und mit weniger als 300 Individuen vor. Das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) ist ein Artenschutzzentrum des Allwetterzoo in Kambodscha und das einzige Zentrum weltweit, das Riesenibisse hält.

NeinJa

Unsere Website verwendet Cookies um eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste zu ermöglichen. Zur Verbesserung unserer Dienste möchten wir gerne Ihre Nutzung der Website mit Hilfe von Google Analytics auswerten. Sind Sie damit einverstanden? Weitere Infos sowie die Möglichkeit, der Zustimmung zu widersprechen, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.