29. Januar 2019

676.678 Zoobesucher kamen 2018 zu uns!

676.678 Menschen besuchten uns in 2018, das ist der beste Besucherzuspruch seit 2007!“, freut sich Zoodirektor Dr. Thomas Wilms. Außergewöhnlich gut besucht seien die Monate März, Mai sowie der Dezember gewesen. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Der Besucherzahlentrend geht nach oben und bestätigt, dass wir mit unserem Konzept mit mehr Highlight-Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Straßenkünstler-Festival, zweimal Nachts im Zoo sowie erstmalig Halloween im Zoo mehr Besucher und vor allem neue Zielgruppen erreichen.“

Alle Veranstaltungen finden aufgrund der positiven Resonanz auch in 2019 wieder statt.

Illuminationen im abendlichen Zoo


Ausblick 2019

Illuminierter Elefanten-Park bei Nachts im Zoo

Geisterpferd bei Halloween im Zoo

Glaktischer Tag: Lichtschwerter-Kampf

Und auch tierisch ist 2019 wieder einiges los im Allwetterzoo Münster. Die Gepard-Drillinge werden zwar zusehends größer, sind aber für die Zoobesucher nach wie vor ein Highlight. Ebenso wie Nashornbulle Amiri, der sich ganz im Interesse der Zoobesucher mehr und mehr Hornkämpfe mit Bulle Harry liefert. Zu Ostern soll der neu gestaltete Streichelzoo fertig sein. „Große Baumaßnahmen planen wir für 2019 nicht“, erläutert Dr. Wilms. „In diesem Jahr sind hauptsächlich damit beschäftigt, die ersten  Bauprojekte im Rahmen des Masterplans 2030 plus zu planen, so dass wir hoffentlich zu Beginn 2020 den ersten Spatenstich tätigen können.“

Gepard-Drillinge aus 2018


Rückblick 2018

Der neue Masterplan 2030 plus wurde im Januar 2018 dem Zooaufsichtsrat, den Zoomitarbeitern und den Medien präsentiert. „Der Zoo wird sich im Zuge des Masterplans 2030 plus zu einem modernen Artschutzzentrum entwickeln“, so Wilms. Schon jetzt sei der Zoo bei Münsteranern, Münsterländern und Touristen aus ganz Deutschland sowie den benachbarten Niederlanden sehr beliebt wie die positiven Besucherzahlen zeigen. „Allein in Nordrhein Westfalen gibt es zwölf große Zoos, mit denen wir kooperieren, aber natürlich auch im Wettbewerb stehen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir uns daher immer weiter entwickeln gemäß unserer vier Ziele Artenschutz, Bildung, Forschung und Erholung. Das Entwicklungs-Konzept steht zusammengefasst im Masterplan 2030 plus.“

Und auch einige tierische Highlights gab es 2018 im Allwetterzoo Münster: Das erste Jungtier war ein weiblicher Guereza, der am 7. Januar zur Welt kam. Besonders erfreulich war der Schlupf von drei Buntleguanen, denn damit gelang es dem Team vom Allwetterzoo Münster erstmalig in einem europäischen Zoo diese Tierart zu züchten. Ein Erfolg für den Artenschutz und ein Besuchermagnet sind die Gepard-Drillinge, die am 4. Oktober zur Welt kamen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe übernahmen je die Patenschaften für die drei und würdigten damit gleichzeitig das besondere Engagement des Zoos für den Artenschutz und für die Zucht dieser Raubkatzen, für die der Allwetterzoo in der Zoowelt und darüber hinaus sehr bekannt ist. Am 27. Dezember musste die Elefantenkuh RADA aufgrund multipler, altersbedingter Organschäden eingeschläfert werden. Hinzu kam eine schwere Darmentzündung, die trotz intensiver Behandlung durch die Tierärzte über die letzten Wochen nicht beherrschbar war. Die Inventur zum 31.12.2018 habe ergeben, dass der Tierbestand 2018 in der Anzahl nur leicht über dem des Vorjahres liege: „Zum 31.12.2018 zählten wir 2.888 Tiere in 315 Arten, 2017 waren es 2.719 Tiere in 311 Arten.“

Grosse Erfolge für den Artenschutz

Der Allwetterzoo Münster engagiert sich schon seit 15 Jahren für den Schutz von akut vom Aussterben bedrohter asiatischer Schildkrötenarten. In 2018 fällt die Nachzuchtbilanz besonders erfolgreich aus: fast 200 Jungtiere von Arten die als kritisch bedroht eingestuft werden schlüpften in den Artenschutzprojekten des Allwetterzoo Münster. Einige der Arten gehören zu den 25 weltweit am stärksten bedrohten Schildkröten. Unter ihnen auch Zhouis Scharnierschildkröte, deren Überleben als Art maßgeblich von Münster aus gesichert wurde: Mit zwei Artenschutzprojekten, dem „Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) in Münster und dem „Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB)“ in Kambodscha setzt sich der Allwetterzoo schon seit 15 Jahren für den Schutz vom Aussterben bedrohter asiatischer Schildkrötenarten ein. Unter ihnen Arten der Scharnierschildkröten (Cuora), die in 2018 Jahr von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum „Zootier des Jahres“ gekürt wurden und die von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „kritisch bedroht“ eingestuft werden und damit kurz vor dem Aussterben stehen. Insgesamt sind im IZS im Jahr 2018 70 Jungtiere geschlüpft. Unter anderem zehn Jungtiere der McCords Scharnierschildkröte, einer Art die wahrscheinlich in der Natur ausgestorben ist und von der weniger als 1000 Individuen in Menschenhand bekannt sind. Hinzu kommen sechs Jungtiere der Goldkopfscharnierschildkröte, die genauso stark bedroht ist. Von der Sulawesi-Erdschildkröte konnten zwei Jungtiere nachgezüchtet werden. Dennoch ist dies ein beachtlicher Erfolg, denn die Art ist nur sehr schwer nachzuziehen und Weibchen legen maximal zwei Eier pro Gelege. Im ACCB schlüpften rund 50 Jungtiere der kambodschanischen Unterart der Asiatischen Scharnierschildkröte, die durch Lebensraumverlust und das Absammeln von Tieren als Nahrungsmittel und für den Export in andere asiatische Länder immer stärker bedroht ist.

Gibbon ist Zootier des Jahres 2019

Zootier des Jahres 2018: Scharnierschildkröte

Der Allwetterzoo Münster war 2018 Part­ner­zoo der Kampagne „Zootier des Jahres“. Bei dem Zootier des Jahres handelt es sich immer um eine besonders bedrohte und somit schützenwerte Art oder Gattung, auf die die Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam aufmerksam machen möchten. Zudem werden Spenden für zwei besondere Artenschutzprojekte, die im Zusammenhang mit dem Zootier des Jahres stehen, gesammelt - in 2018 waren dies die Projekte vom Allwetterzoo und zwar für das IZS und das ACCB! Mehr als 50.000 Euro kamen für den Schutz der Scharnierschildkröten im Rahmen der Kampagne zusammen. Diese Mittel gehen nun in die beiden Projekte, die sich um die Rettung der hochbedrohten Gattung bemühen.


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