ZoORANGerie

Dschungel pur für die Orang-Utans


Die Orang-Utans bewohnen als zweite Menschenaffenart im Allwetterzoo neben den Gorillas- ein eigenes Haus. Unsere Tiere stammen von der indonesischen Insel Borneo. Sie unterscheiden sich im Aussehen von der zweiten Art, den Sumatra-Orang-Utans.


Orang-Utans innen und außen

 

Das große Haus der roten „Waldmenschen“, unsere ZoORANGerie, ist eine „Dschungelanlage“ im wahrsten Sinne des Wortes! Sie vermittelt eine gute Vorstellung vom dicht bewaldeten Lebensraum der Orang-Utans. Durch den innen wie außen dicht bepflanzten Besucherbereich schlängeln sich abenteuerliche Wege. Einige der tropischen Bäume im Haus wachsen so gut, dass sie das lichtdurchlässige Foliendach durchstießen, würden die Zoogärtner sie nicht regelmäßig stutzen. In der Außenanlage wuchert der Bambus. Er ist gleichermaßen Nahrung und Versteckmöglichkeit für die Affen.

 

Wackelbrücke - Sari vor der Scheibe

 

Temmy im KletterbaumOrang-Utans leben in ihrer Heimat als Einzelgänger. Deshalb ist für ihre Haltung im Zoo der Lebensraum wichtiger als eine große Gruppe Artgenossen. In der Halle der ZoORANGerie finden die Affen eine ihren Bedürfnissen entsprechend ausgestattete Anlage vor. Es ist dort warm und hell, so dass sich die Orang-Utans auch im deutschen Winter wohl fühlen. Mit 160 m² ist der Tierbereich geräumig, doch die Baumbewohner nutzen eher die vorhandenen Klettermöglichkeiten. Hierfür wurden im Boden der Anlage stabile Eichenkronen fest verankert. Hängematten sorgen für Komfort. Für Zoobesucher nicht sichtbar sind Nebengehege, in denen einige Orang-Utans die Nacht verbringen. Hier können gleichzeitig neue Zoobewohner getrennt von der Gruppe eingewöhnt werden, wie beispielsweise im Sommer 2010 das Weibchen „Mandi“.

 

Als Besucher fühlt man sich in der 14 Meter hohen Halle der ZoORANGerie in die faszinierende Welt der Tropen versetzt. Die Bepflanzung erstreckt sich über den gesamten Besucherbereich und entlang der Rückwand des Geheges. Aus der Höhe stürzt geräuschvoll ein Wasserfall in einen breiten Wassergraben herab. Dieser trennt nicht nur Mensch und Tier, ihn nutzen auch die Zwergotter. Die kleinen Mitbewohner der Orang-Utans schwimmen und spielen gern im Wasser und sie „waschen“ hier ihre Nahrung. Im Zentrum der Halle steht ein Kletterbaum mit Aussichts-Plattform. Der sechs Meter hohe Baum ist eine aus Beton nachgebildete, täuschend echt aussehende Würgefeige. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf Affen, Otter und Pflanzen.


Zwergotter im Wasser - Mandi mit Zwergotter

 

Die Außenanlage ist rund 520 m² groß. „Klettermöbel“ für die Affen sind auch hier stabile Eichenkronen. Schatten spenden Bäume, die nicht beklettert werden können. Ein rund vier Meter hoher Wasserfall belebt die Anlage. Die geschickte Führung der Besucherwege, deren Böschungen dicht mit Bambus bepflanzt wurden, lässt die Begrenzungen zum Tierbereich optisch verschwinden. Mit etwas Glück steht man den Orang-Utans sogar unverhofft gegenüber, wenn sie sich direkt hinter einer Panzer-Glasscheibe im unteren Bereich der Anlage aufhalten. Beim Gang über eine schwankende, von künstlichem Nebel umwaberte Hängebrücke hat man einen guten Blick auf die Zwergotter, die bei warmen Temperaturen gern im Wassergraben vor der Anlage schwimmen und tauchen.

 

Mandi mit Ito - Pongo vor der Scheibe

 

Borneo-Orang-Utans im Allwetterzoo
1,0 Pongo, geb. 1998
1,0 Ito, geb. 2006 in Münster
1,0 Mr. Miyagi, geb. 2014
0,1 Sari, geb. 1970
0,1 Nonja, geb. 1977
0,1 Temmy, geb. 1981
0,1 Mandi, geb. 1999
0,1 Niah, geb. 2013

 

1,0 Pongo, geb. 19981,0 Ito, geb. 2006 in Münster 0,1 Sari, geb. 19700,1 Nonja, geb. 1977 0,1 Temmy, geb. 1981 0,1 Mandi, geb. 19990,1 Niah, geb. 20131,0 Mr. Miyagi, geb. 2014

 

Die Orang-Utans leben in einer Wohngemeinschaft mit asiatischen Zwergottern. Das Miteinander der so unterschiedlichen Tierarten soll den anspruchsvollen Menschenaffen die Langeweile nehmen, für die gerade Orang-Utans anfällig sind. Wer sich mit diesen ruhigen und bedächtig erscheinenden Tieren intensiv befasst, wird aus dem Staunen nicht herauskommen. Aus der Erfahrung in Zoologischen Gärten und aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man, dass ihre Denkleistungen herausragend sind.. Dazu kommen eine unendliche Ausdauer und Geduld. Das alles macht Orang-Utans zu gefürchteten Ausbruchskünstlern. Ihrer Kraft halten nur Spezialschrauben stand und sie durchschauen fast jede technische Vorrichtung, so dass man stets mit doppelter und dreifacher Sicherheit planen muss.


 

Neun Zwergotter

 

Die Zwergotter sind ebenso wie die Orang-Utans auf Borneo beheimatet, kommen aber auch im südostasiatischen Raum bis zum südlichen Indien vor. Die kleinen Raubtiere sind mit unseren einheimischen Ottern eng verwandt. Doch ihre Lebensweise unterscheidet sich deutlich. Anders als die großen Europäer sind die kleinen Asiaten tagaktiv und leben in quirligen Familienverbänden. Sie sind sehr gute Schwimmer, halten sich aber auch viel an Land auf. Die Otter sind freche „Untermieter“: Anstatt den sehr viel größeren Orang-Utans Respekt entgegen zu bringen, beanspruchen sie den Gehegeboden für sich. In ihrer Heimat ernähren die Otter sich überwiegend von kleinen Beutetieren (Fische, Frösche, Schnecken). Im Zoo stibitzen sie alles Fressbare, das die Orang-Utans fallen lassen. Es macht Freude, den beiden so unterschiedlichen Tierarten zuzusehen – bringen Sie also viel Zeit mit!





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