Tropenhaus

 

Grünflügelara mit Jungvogel Witwenpfeifgans

 

Bevor der Besucher in das Tropenhaus gelangt, wird er unmittelbar mit großen farbenprächtigen Papageien konfrontiert, denn unsere Aras leben in einer Voliere, in der trennende Glasscheiben oder Gitter völlig fehlen. Wer Zeit hat und sich eine Weile auf eine Bank im Besucherbereich setzt, dem nähern sich mit etwas Glück sogar besonders neugierige Aras. Voraussetzung ist allerdings, dass man eine "stille Stunde" erwischt und allein mit den Papageien ist. Als Untermieter bewohnen hübsche Witwenpfeifgänse den Boden der Ara-Anlage. Auch sie halten sich gern im Besucherbereich auf, fliegen aber sofort zurück auf "sicheres" Terrain, sobald man sich ihnen nähert.

 

Rotschulterente Chilepfeifente Kois im Tropenhaus

 

Die Freiflughalle unseres Tropenhauses versetzt den Besucher durch ihre üppige Vegetation, die akustische Kulisse und das bunte Treiben unzähliger Tiere - nicht nur Vögel! - in die faszinierende Welt der Tropenwälder. Mehr als 100 Vögel aller Kontinente leben hier in Gesellschaft von Flughunden. Die fruchtfressenden Indischen Flughunde hängen gern an den Ästen dicker Gummibäume, gut versteckt im Blättergewirr. In einem kleinen Teich schwimmen prächtige Kois, eine weitere Wasserfläche bevölkern Rotschulterenten, Chilepfeifenten und Stelzenläufer. Eine separate Anlage am Ausgang der Halle beherbergt Weißkopfsakis und Acouchis in einer südamerikanischen Wohngemeinschaft.

 

Fasantaube Dolchstichtaube Lappenstar

 

Zeit sollte man sich schon nehmen, um die unterschiedlichen Vögel im dichten Blättergewirr des Tropenhauses zu entdecken. Straußwachteln, Dolchstichtauben und Fasantauben suchen am Boden nach Nahrung. Rothaubenturakos, Balistare, Pagodenstare oder Goldzügelbülbüls leben in den Bäumen. Eine solch bunte Vogelgesellschaft kann nur gemeinsam in einem Raum leben, wenn die Arten untereinander verträglich sind, sich gegenseitig keine Konkurrenz beim Futter machen und die unterschiedlichen ökologischen Nischen im gemeinsamen Lebensraum besetzen. Die heutige Zusammensetzung ist das Ergebnis sehr langer Erfahrung, die allerdings nie abgeschlossen sein wird.

 

Dunkler Tigerpython Grüner Baumpython

 

In unserer von der Freiflughalle getrennten Reptilienabteilung leben in geräumigen Terrarien Schlangen, Echsen und Kaimane. Zu den ungiftigen Würgeschlangen zählen die kleinen grasgrünen Baumpythons und die Dunklen Tigerpythons, die hier schon mehrfach Eier gelegt und erfolgreich ausgebrütet haben. Keilkopf-Glattstirnkaimane zählen zu den kleinsten Krokodilen überhaupt. Die auffallend türkis gefärbten Stirnlappenbasilisken muss man in ihrem tropisch bepflanzten Terrarium etwas suchen. Meist im Wasser anzutreffen sind die zu den Schlangenhalsschildkröten zählenden Fransenschildkröten. Von Zeit zu Zeit recken sie den langen Hals und nehmen an der Oberfläche Luft auf.

 

Brauenglattstirnkaiman Fransenschildkröte

 

In Außenterrarien am Tropenhaus zeigen wir Gundis, das sind lebhafte Nagetiere aus der nördlichen Sahara, Türkei-Stachelmäuse und Münstersche Wieselmeerschweinchen. Dieses Meerschweinchen wurde erst 2004 von Wissenschaftlern der Abteilung für Verhaltensbiologie der Universität Münster in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Senckenberg als neue Art beschrieben. Es zählt zu den zuletzt entdeckten Säugetierarten unserer Erde und stammt aus Bolivien. Dort lebt es in den Hochtälern der Anden auf etwa 2.500-4.000 m Höhe.

 

Gundi Münstersches Wieselmeerschweinchen




Folge uns auf:

Follow us - Twitter Facebook - Fan werden MySpace  - Become a Friend Youtube
Share |