Tiger und Leoparden


 

Rasputin Nely

Eine große Freianlage mit dazugehörigen Innengehegen zwischen der Großflugvoliere und der Nashornhalle ist für Amurtiger bestimmt, die größten und stärksten Raubkatzen der Welt, die man auch als Sibirische Tiger kennt. Ausgewachsene Männchen können bis zu 300 kg wiegen.

Seit April 2005 lebt Rasputin in Münster. Geboren wurde der schöne Kater im Dezember 2003 im Leipziger Zoo. Er fühlte sich in der großen Tigeranlage im Allwetterzoo offensichtlich rasch wohl. Im März 2007 traf eine Partnerin für Rasputin im Allwetterzoo ein: Nely war im Juni 2005 im tschechischen Zoo Dvur Kralove auf die Welt gekommen. Obwohl die beiden Tiger sehr unterschiedliche Charaktere haben, verstanden sie sich schnell. Sie leben ständig als Paar zusammen, was bei Tigern nicht immer der Fall ist. Häufig kann man sie sogar beim gemeinsamen Spielen beobachten.

 

Nely springt Nely  landet

 

Amurtiger sind stark von der Ausrottung bedroht. Nur der konsequente Schutz ihrer letzten verbliebenen Lebensräume im Osten Asiens im Bereich der Flüsse Amur und Ussuri könnte sie retten. Dort gibt es nur noch etwa 600 Tiger (2007). Sie leben einzelgängerisch und durchstreifen Gebiete von bis zu 240 qkm. Derartig große Territorien sind das Hauptproblem bei den Schutzbemühungen für den Tiger; denn der Lebensraum ist begrenzt. Von Artgenossen aus den geschützten Gebieten verdrängte Tiere kommen in der Regel in Konflikt mit Menschen, die den Tiger bejagen, um sich selbst zu schützen. Zusätzlich existiert das Problem der Wilderei, gibt es doch kaum ein Körperteil des Tigers, dem nicht irgendeine heilende Wirkung zugesprochen wird. Am wertvollsten sind die männlichen Geschlechtsteile, die als angebliches Potenzmittel enorme Preise erzielen. In Zoologischen Gärten ist der Bestand der Amurtiger gesichert; die Zucht wird weltweit koordiniert.

 

CharleneLeoparden sind sehr anpassungsfähig und kommen in fast allen Lebensräumen Afrikas und Asiens vor. Sie sind die größten Baumkletterer unter den Katzen und erklimmen geschickt selbst senkrechte Stämme. Leoparden sind heimliche Räuber. Sie jagen in der Regel allein und meist nachts, nur gelegentlich kann man sie bei Tag beobachten. Der Nordpersische Leopard ist in seiner Heimat, den Hochgebirgsregionen Zentralasiens, beinahe ausgerottet. Die Zucht dieser Unterart des Leoparden wird im Rahmen des EEP (Europäisches Erhaltungszucht-Programm) koordiniert. Die mit dem EEP verbundene und für die Arterhaltung so wichtige "Heiratsvermittlung" per Computer bedeutet für die Tiere oftmals weite Reisen, nicht nur von Münster nach Berlin oder München, sondern auch über Tausende von Kilometern.

 

Am 18. Mai 2011 wurden nach zehn Jahren "Babypause" bei den Leoparden wieder zwei gesunde Jungtiere geboren. Leider kam der kleine Kater durch einen tragischen Unfall ums Leben. Die Katze Charlene entwickelt sich prächtig und wurde mittlerweile in den Zoo Danzig vermittelt. Ihre Eltern sind Jahrom, 2005 in Chemnitz geboren, und Bara, die 2008 im polnischen Katowice auf die Welt kam. Auch Bara ist nicht mehr bei uns im Allwetterzoo, sondern lebt mittlerweile im Zoo Lissabon. Langfristig wird auch Jahrom Münster verlassen und damit die Leoparden-Zucht in Münster nicht mehr fortgesetzt...

 

Bara Jahrom

 

Über die Partnervermittlung hinaus erfüllt das EEP weitere Aufgaben. Wichtiger Bestandteil der Arbeit für den Erhalt der Nordpersischen Leoparden sind Freilandforschung und Schutzmaßnahmen in den Verbreitungsgebieten. Wir arbeiten mit Freiland- Forschern zusammen, die den Bestand frei lebender Leoparden untersuchen, um einen Maßnahmenkatalog zur Rettung dieser Leoparden erstellen zu können.

Die Fütterungen von Tigern und Leoparden finden täglich um 15.30 Uhr statt, nur freitags nicht, dann ist Fastentag.


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