Tropenhaus
Papageien
In
der für Besucher begehbaren Freiflugvoliere vor dem Tropenhaus
leben Hellrote Aras, Grünflügel-
und Gelbbrustaras zusammen. Unsere Ara-Anlage ist eine
Station für "heimatlose" Aras, denn wir unterstützen die Behörden
bei der undankbaren Aufgabe, für illegal eingeführte Vögel
eine artgemäße Unterbringung zu finden. In den letzten Jahren
haben wir deshalb etliche beschlagnahmte Tiere unterschiedlicher Arten
aufgenommen. Sollten sich Vögel fest verpaaren, werden sie meist
an uns bekannte Züchter abgegeben. Aras untereinander sind unverträglich,
sobald sie mit der Brut beginnen. Einen "Fehltritt" gab es dennoch:
Ein Hellroter und ein Grünflügelara taten sich zusammen, brüteten
"heimlich" und zogen ein Junges auf. Wer sich die Aras genau ansieht,
findet schnell heraus, welches der "Hybride" ist... Eine gewollte Ausnahme ist das Zuchtpaar Soldatenaras, das allein und getrennt von den anderen Aras in einer separaten Voliere am Vogelhaus lebt. Hier, gegenüber der Tiger-Innenanlage, haben die Vögel zuletzt 2004 ein Küken aufgezogen.
In
einer erst im Sommer 2006 erweiterten Anlage hinter der Großflugvoliere
leben Keas. Diese unauffällig
gefärbten Papageien sind für ihren Spieltrieb und ihre Neugier
berühmt und berüchtigt, weil sie alles auseinander nehmen,
was nicht "niet- und nagelfest" ist. Mit kleinen Geschenken kann man
ihnen eine echte Freude bereiten: Die Tierpfleger verstauen leckere
Überraschungen zusammen mit viel Stroh in Säcken. Beim Auspacken
haben die Papageien ebensoviel Spaß wie die Besucher, die ihnen
dabei zusehen. Keas gehören in ihrer Heimat Neuseeland zu den bedrohten
Vogelarten. Im Allwetterzoo gab es 2006 bei ihnen erstmalig Nachwuchs.Zu den Papageienvögeln zählen auch die Gebirgsloris, die man in unserem Elefantenhaus in einer für Besucher begehbaren Anlage sogar mit Nektar füttern darf.
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