Löwenhaus

 

In unserem Löwenhaus sind nicht nur Raubkatzen aus wärmeren Regionen der Erde zu sehen. Außer Löwen und den seltenen und wertvollen Asiatischen Goldkatzen leben hier auch Nilflughunde und Degus.

 

Jarah zeigt ZähneUnser prächtiges Löwenpaar Jarah und Zeta kam Anfang 2003 aus den Zoos Amsterdam/NL bzw. Givskud/DK nach Münster. Jarah wurde am 3. 5. 1998 geboren, Zeta am 21. 3. 1998. Die Tiere verstanden sich nach einer kurzen Gewöhnungsphase gut, so gut sogar, dass wir uns schon im darauffolgenden August über die Folgen freuen durften. Nach 21 Jahren ohne Löwennachwuchs in Münster brachte "Zeta" im August 2003 drei gesunde weibliche Jungtiere zur Welt. Insgesamt zogen die beiden Löweneltern viermal Nachwuchs auf. Mit Tahama lebt noch ein Jungtier aus dem Jahr 2007 im Allwetterzoo. Bei Zeta und ihrer Tochter wird unerwünschter "Kindersegen" hormonell verhindert. Auch wenn es schön wäre, wieder einmal Junglöwen heranwachsen zu sehen, ist es derzeit leider nicht möglich, sie an andere Zoos abzugeben. Bis zum Ende des Jahres 2011 erweitern wir die Innenanlagen der Löwen.

Löwen sind von der Ausrottung bedroht!
In freier Wildbahn galt das Überleben der Löwen lange Zeit als gesichert. Mittlerweile hat sich das Blatt stark und erschreckend schnell gewendet: Innerhalb von zehn Jahren verschwanden 90 % der wild lebenden Bestände. Von geschätzten 200.000 Löwen in Afrika Anfang der 90er lebten im Jahr 2003 noch 23.000 Individuen in stark isolierten Populationen. Die Anzahl fortpflanzungsfähiger Löwen liegt bei unter 10.000. Der wichtigste Grund für den extremen Schwund der Löwen ist das Bevölkerungswachstum; allein für Kenia wird eine Verdoppelung der Bevölkerung bis 2013 vorausgesagt. Die Löwen haben die Vorstufe der akuten Gefährdung erreicht, ihre Bestände sinken weiter in bedrohlichem Ausmaß.

 

Zeta und Jarah Löwen bei ihrer Lieblingsbeschäftigung

 

Asiatische Goldkatzen zählen zu den äußerst bedrohten Kleinkatzen Südostasiens. Sie werden nur in wenigen Zoos gehalten und gezüchtet. Im Jahr 2008 lebten 22 Tiere in europäischen Zoos. Von diesen gehören sechs Tiere zur chinesischen Unterart. Eine genetische Untersuchung soll klären, ob der Unterarten-Status zoologisch gerechtfertigt ist oder nicht. Erst dann kann entschieden werden, ob diese zur Blutauffrischung der anderen Tiere und damit zur Zucht genutzt werden können.

 

Goldkater Lao Goldkatze

 

Im Allwetterzoo leben derzeit zwei Tiere. Die Katze Sua Fai kam im September 2011 aus dem Zoo Heidelberg nach Münster. Die vorher bei uns lebende Vung Tau zog im Tausch an den Neckar um. Der 2003 in Wuppertal geborene Kater Lao lebt seit August 2008 in Münster. Er kam im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms über den nordirischen Zoo Belfast in den Allwetterzoo. Um den Tieren bei der erhofften Jungenaufzucht größtmögliche Ruhe zu verschaffen, wurde vor einer der Innenanlagen eine Schutzwand errichtet. Die Anlage ist deshalb für Besucher nicht mehr einsehbar, doch die Wand wird für ausführliche Informationen über die akute Bedrohung der Goldkatzen in Vietnam genutzt.

 

Fruchtsalat für die Nilflughunde Nilflughund


Wie unsere einheimischen Fledermäuse gehören die Nilflughunde zur Ordnung der Fledertiere. Die Tiere verfügen über eine Echoortung, die ihnen auch in dunklen Höhlen, Tunneln oder Ruinen, die sie bevorzugt bewohnen, eine Orientierung ermöglicht. Als typische "Kontakttiere" hängen sie tagsüber stets dicht beisammen, nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Im Allwetterzoo allerdings schlafen die Nilflughunde in der Nacht, weil ihre höhlenartige Anlage tagsüber verdunkelt und nachts beleuchtet wird. Dadurch können Sie die Tiere aktiv erleben. Gibt es frisches Obst zu fressen, lassen sich die Nilflughunde sehr gut im Flug beobachten - ein faszinierendes Schauspiel! Anders als Fledermäuse ernähren sich Nilflughunde nicht von Insekten, sondern fressen überwiegend Früchte. Im Zoo bereiten ihnen die Tierpfleger einen "Obstsalat" aus Äpfeln, Birnen, Bananen, Kiwis und anderen Früchten der Saison. Nilflughunde sind in Afrika, Kleinasien und Zypern verbreitet. Sie haben einen hundeartigen Kopf und große leistungsfähige Dämmerungsaugen. Ihre elastischen Flughäute sind zwischen Hand- und Fingerknochen, Körper, Hinterbeinen und dem stummelartigen Schwanz ausgespannt.

 

Degus kuscheln gern junger Degu

 

Degus sind kleine Nagetiere, die in Nord- und Zentralchile von der buschbewachsenen Küstenregion bis zu den Andenhängen und Hochebenen in rund 3.500 m Höhe leben. Sie errichten Bauten, die zum größten Teil unter Felsen und Sträuchern liegen. Die ranghohen Männchen legen Haufen aus kleinen Ästen, Steinen und Dung an. Sie zeigen damit ihren Rang und markieren gleichzeitig ihr Territorium.  Die Degus im Allwetterzoo bewohnen eine große Anlage im Löwenhaus und pflanzen sich hier regelmäßig fort.


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