Kängurus

 

springendes Bennettkänguru springendes Bennettkänguru

 

In einer Freianlage zwischen Tropenhaus und Tigeranlage leben Bennett-Kängurus. Diese zu den Wallabys zählenden grau-braunen Beuteltiere sind sehr robust und verbringen selbst frostige Nächte draußen. Bei Bedarf steht ihnen aber auch ein warmes Winterquartier zur Verfügung. Die Bennett-Kängurus ernähren sich von Gräsern, Blättern, Kräutern und Baumrinde. Steht im Winter Heu auf dem Zoo-Speiseplan, geben ihnen die Tierpfleger stets Ballen ohne scharfkantiges Gras und Disteln, denn ihr Maul ist empfindlich. Bennett-Kängurus stammen aus Australien, doch Beuteltiere leben nicht nur auf diesem Kontinent, sondern auch von Kanada bis Südamerika. In Australien existiert jedoch die größte Artenvielfalt, die vom fünf Gramm leichten Raubbeutler bis zum 90 kg schweren Roten Riesenkänguru reicht.

 

Jungtier im Beutel junges Bennettkänguru Bennettkänguru mit leerem Beutel

 

Beuteltiere unterscheiden sich besonders bei der Fortpflanzung von allen anderen Säugetieren. Nach einer extrem kurzen Tragzeit kommen die Jungtiere kaum entwickelt zur Welt. Selbst bei großen Känguruarten wiegen sie weniger als ein Gramm und sind damit nur halb so schwer wie ein Gummibärchen. Im Beutel der Mutter findet dann die Entwicklung statt, die sich bei anderen Säugetieren im Mutterleib vollzieht. Auch wenn das Junge äußerst winzig geboren wird, legt es den Weg in den Beutel aus eigener Kraft zurück. Dort angekommen nimmt es eine Zitze in den Mund, deren Spitze anschwillt. Frühestens im Alter von ein bis zwei Monaten kann das Kleine sein Maul weit genug öffnen, um sich von der Zitze zu lösen. In den ersten Lebenswochen ist von dem Känguru-Nachwuchs überhaupt nichts zu sehen. Wächst das Kleine heran, schaut es immer öfter neugierig aus dem Beutel. Dann wagt es kleine Ausflüge, verschwindet jedoch beim geringsten Erschrecken mit dem Kopf voran wieder im mütterlichen Beutel. Im Alter von rund 250 Tagen verlässt das kleine Känguru den Beutel endgültig. Übrigens verfügen nicht alle Beuteltiere über einen richtigen Beutel, manche Arten haben lediglich eine Hautfalte neben den Zitzen, die die Jungen schützt.

Weitere Informationen: Bennettwallaby

 

Lachender HansDie Kängurus im Allwetterzoo haben australische Nachbarn, die Lachenden Hänse. Sie gehören zur Familie der Eisvögel und sind deren größte Vertreter. Das Markenzeichen dieser "fröhlichen" Vögel ist ihr außergewöhnlicher Ruf, der wie das Lachen eines Menschen klingt - daher auch ihr Name. Der Ruf dient zur Revierverteidigung und ist bei Sonnenauf- und -untergang regelmäßig zu hören. Die Lachenden Hänse sind in ihrer Heimat sehr beliebt, da sie Störenfriede wie Mäuse, Ratten und giftige Schlangen vertilgen.






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