Gorillas



Flachlandgorillas zählen zu den Menschenaffen und sind den sogenannten Altweltaffen zugehörig. Diese Gruppe umfasst alle Affenarten Asiens, Afrikas und Europas (hier gibt es nur die Berberaffen in Gibraltar). Die Zusammenfassung in eine Gruppe hat aber nicht nur geografische Gründe, sondern Altwelt- und Neuweltaffen unterscheiden sich anatomisch in mehreren Merkmalen. Eines davon ist z. B. die breite Nasenscheidewand der Neuweltaffen im Vergleich zu den altweltlichen.

 

ThaboDie Sozialstruktur spielt im Leben aller Affen eine zentrale Rolle. Flachlandgorillas sind friedfertige Tiere, die in Gruppenverbänden leben. Typischerweise setzen sich die Gruppen aus etwa acht Individuen zusammen, nämlich einem ausgewachsenen Silberrückenmännchen, drei oder vier fortpflanzungsfähigen Weibchen und etwa ebenso vielen Jungtieren in verschiedenen Altersstufen. Die Leitung der Gruppe übernimmt das ausgewachsene und stärkste Männchen, der sogenannte "Silberrücken",  es herrscht eine strenge Rangordnung. Zur Demonstration seiner Kraft und zur Revierabgrenzung trommelt das Männchen mit seinen Fäusten auf seinen Brustkorb. Ausgewachsene Gorillas halten sich meist am Boden auf, Jungtiere klettern häufiger auf Bäume. Zur Nacht bauen sich alle Gorillas ein Schlafnest aus Gräsern und belaubten Zweigen.

 

Der Zuchterfolg bei Gorillas ist in Zoos noch immer etwas besonderes, weil sie sehr wählerisch bei der Partnerwahl sind und nur gut harmonierende Paare für Nachwuchs sorgen. Die prächtigen Silberrücken-Männchen brauchen in der Regel einen ganzen Harem, um überhaupt in Paarungsstimmung zu kommen. Man vermutet, dass sie die starke Herausforderung der Gruppenführung benötigen, um aktiv und ausgeglichen zu bleiben.

 

Beschäftigung von Menschenaffen
Gorillas verbringen einen Großteil des Tages mit der Nahrungssuche. Im Zoo ist Futter aber stets reichlich vorhanden. Deshalb sollen die Tiere auch hier ihre Nahrung suchen oder sich anstrengen, um an Leckereien zu gelangen: Die Pfleger verstecken das Futter im Stroh. Sie legen Erdnüsse und andere Leckereien in Labyrinth-Holzkisten. Sie füllen Quark in Gartenschlauchstücke und Brei in Kanister. Oder sie stopfen Rosinen in so genannte „Futterhölzchen“. Das sind Abschnitte von dickeren Ästen, in die viele Löcher gebohrt wurden. Um an das so versteckte Futter zu gelangen, müssen die Affen Zeit und Geschicklichkeit einsetzen. Vor allem im Winter, wenn die Tiere wenig ins Freie können, lassen sich die Pfleger immer wieder neue Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten einfallen. Mit all diesen Maßnahmen soll der Alltag der Menschenaffen abwechslungsreich und interessant gestaltet werden. Nur so wird der Gefahr von Langeweile entgegengewirkt. Und die Zoobesucher können die Affen beobachten und dabei typische Verhaltensweisen entdecken.

 

Junggorilla vor Futterkasten Junggorilla vor Futterkasten

 

Wer ist geschickter? Mensch oder Affe? Wie viel schneller ein Gorilla Leckereien aus dem Labyrinthkasten angelt als ein Mensch, können Besucher in Münster selbst testen: Vor dem Innengehege unserer Gorillas steht ein solcher Kasten für Menschen, der stets mit Bonbons gefüllt ist. Versuchen Sie es doch einmal!



 

N'KwangoThaboDembaFatimaChanga-Maidi
ShashaJamila

 

Die Gorillas im Allwetterzoo:
1,0 N'Kwango, geb. 1996
1,0 Thabo, geb. 2007 im Allwetterzoo
1,0 Demba, geb. 2013 im Allwetterzoo
0,1 Fatima, geb. 1972, gest. 2015
0,1 Changa-Maidi, geb. 1996
0,1 Shasha, geb. 2001
0,1 Jamila, geb. 2013 im Allwetterzoo

 

Erklärung: 1,0 = männlich, 0,1 = weiblich

 




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