Netzgiraffen


Mit ihrer langen Zunge kommen Giraffen an fast alle BlätterNetzgiraffen sind die längsten Tiere der Erde: ein männliches Tier kann eine Scheitelhöhe von bis zu 5,80 m erreichen! Giraffen zählen zu den Wiederkäuern und durchwandern in Afrika gemeinsam mit riesigen Antilopenherden die Savannen südlich der Sahara.

Die Giraffen im Allwetterzoo:
Axel II wurde am 22. Juni 2003 im Zoo Köln geboren. Der Bulle lebt seit November 2005 in Münster. Jessica-Volley, geboren am 15. September 1995 im Zoo Dvur Kralove, Tschechien, zog im Juli 1997 nach Münster um. Makena, geboren am 18. April 2006 im Zoo Frankfurt, ist seit Februar 2008 in Münster. Zuletzt wurde am 19. Juni ein männliches Kalb geboren. Die Mutter ist Makena. Volley hat im Allwetterzoo bislang drei Jungtiere erfolgreich aufgezogen, die mittlerweile in anderen europäischen Zoos leben.

Die Trächtigkeit dauert bei Giraffen rund 15 Monate. Die Mutter bringt das Kalb, das schon bei der Geburt etwa 1,80 m groß ist, im Stehen auf die Welt, sie spreizt lediglich die Hinterbeine. Beim Aufprall aus dieser Höhe auf den Boden - gedämpft durch eine dicke Schicht Stroh im Gehege - platzt in der Regel die Fruchtblase, die die Mutter dann durch Lecken restlos beseitigt. Schon ungefähr eine Stunde nach der Geburt kann ein Giraffenkalb stehen.

 

Makena mit Kab am Tag der Geburt erster Ausgang für Makenas Kalb


Im Giraffenhaus haben wir die Gitter vor zwei Gehegen durch locker gespannte Drahtseile ersetzt, die optisch kaum ins Auge fallen. Dadurch kann man auch im Winter die Tiere im warmen Haus gut sehen. Bei sehr kaltem Wetter oder Glatteis dürfen die Giraffen nicht auf die Freianlage. Ihre Ohren oder andere Körperteile könnten durch Frost schaden nehmen. Auf Eis würden die Tiere mit ihren langen Beinen ausrutschen. Vor dem dritten Gehege im Haus bleibt aus Sicherheitsgründen das Gitter bestehen. Es ist für eine Giraffenkuh mit Kalb reserviert. Das bis zum Boden reichende Gitter verhindert, dass ein Kalb hindurch rutscht.

 

der flache Graben vor den Giraffen Makena, Axel und Volley


Werden junge Giraffen an das Leben auf der Freianlage gewöhnt, markieren wir mit Flatterband die ansonsten "unsichtbare" Grenze zum niedrigen Graben. Die kleine Stufe und den flachen Graben vor dem Besucherweg überwinden die Giraffen übrigens nicht. Um die Distanz zu diesen riesigen Tieren zu verringern und unseren Besuchern auch bei den Giraffen ein beinahe "hautnahes" Tiererlebnis zu vermitteln, errichteten wir an der Außenanlage eine Aussichts-Plattform.

rotbrauner RüsselspringerRotbraune Rüsselspringer als "Untermieter" im Giraffenhaus
Eine für den Allwetterzoo völlig neue afrikanische Tierart, der Rotbraune Rüsselspringer, bewohnt seit August 2011 ein Terrarium im Giraffenhaus. Die in Zoos sehr seltenen Rüsselspringer leben bevorzugt in Regionen mit trockenem Klima und kommen in den Wüsten und Halbwüsten im Süd-Sudan, in Somalia und Tansania vor. Das typische Kennzeichen der Rüsselspringer ist ihre röhrenförmige, rüsselartig verlängerte und sehr bewegliche Nase. Sie erinnert an den Rüssel eines Elefanten. Deshalb nennt man die hübschen Tiere auch "Elefantenspitzmaus". Und sie sind tatsächlich mit den Elefanten verwandt, wenn auch weit entfernt. Das erste Tier in Münster stammt aus dem Kölner Zoo, in dem europaweit die erste Zucht dieser Rüsselspringer gelang.



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