Tropenhaus

Flughunde


Flughunde und Fledermäuse sind nahe Verwandte und die einzigen Säugetiere, die zu aktivem Flug befähigt sind. Während die Flughunde nur in den Subtropen und Tropen Afrikas, Südostasiens und Australiens verbreitet sind, kommen Fledermäuse weltweit vor. Anders als unsere einheimischen Fledermäuse, die Insekten erbeuten, ernähren sich die im Allwetterzoo lebenden tropischen Flughund-Arten ausschließlich von Früchten.


weiblicher Indischer Flughund männlicher Indischer Flughund Nilflughund

 

In der Freiflughalle unseres Tropenhauses leben Indische Flughunde und Nilflughunde. Man muss etwas Geduld und gute Augen haben, um die Tiere zu entdecken; denn auf Futtersuche gehen sie erst in der Dämmerung, wenn der Zoo meist schon geschlossen ist. Anders ist es in unserem Löwenhaus: Hier gibt es eine große Anlage für Nilflughunde, in der die Tiere auch tagsüber beim Fliegen und Fressen beobachtet werden können.

Der Indische Flughund, auch als Riesenflughund bezeichnet, ist das Fledertier mit der größten Flügelspannweite. Diese Flughunde hängen tagsüber in Gruppen von bis zu mehreren tausend Tieren schlafend in großen Bäumen. Bei Einbruch der Dämmerung fliegen sie zur Nahrungssuche aus. Die Früchte, von denen sie sich ausschließlich ernähren, zerquetschen sie, um an den Saft zu kommen. Kerne und Fruchtfleisch spucken sie aus, nur weiches Fruchtfleisch wie das von Bananen fressen sie manchmal mit.

Der Nilflughund wird auch  "Höhlenflughund" genannt. Dank einer Echoortung ist diesen Flughunden die Orientierung auch in dunklen Höhlen oder Ruinen möglich, die sie meist bewohnen. Sie sind typische "Kontakttiere", die tagsüber dicht beisammen hängen, ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht. Nilflughunde sind in Afrika, Kleinasien und Zypern verbreitet. Sie haben einen hundeartigen Kopf und große leistungsfähige Dämmerungsaugen. Sie fressen überwiegend Früchte, notfalls auch Blätter des Feigenbaums.



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