Vom Ei zum Brillenpinguin


Wer unsere Pinguin-Anlage Ende Juli oder im August besucht, sollte einen Blick auf die Bruthöhlen werfen. Mit ein wenig Glück sieht man hier schon das eine oder andere noch dunkelgrau befiederte Küken, das sich unter den wachsamen Augen der Eltern ein paar Schritte aus der Bruthöhle wagt.

 

Pinguinpaar vor Erdhöhle   Pinguin mit Küken vor Brutkorb   Pinguinpaar mit Jungvogel

 

 

Pinguine sind treue Tiere. Hat sich ein Paar gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen. Nach der erfolgreichen Partnerwahl sucht sich das Pinguinpaar einen Nistplatz. Neben einigen Erd- und Betonhöhlen bieten ihnen die Pfleger zusätzlich Brutkörbe an. Sein Nest polstert das Pinguinpaar mit Zweigen und Blättern aus, um es bequem zu gestalten. Manchmal stibitzen die Vögel auch bei den Nachbarn Nistmaterial. In der Regel kehren Pinguine jedes Jahr an ihren Nistplatz zurück. Sie verteidigen ihn sogar mit Schnabelhieben gegen fremde Eindringlinge.

 

Pinguin-Ei im Nest   Angepicktes Pinguin-Ei   Pinguin-Küken beim Schlupf

 

Ausgewachsene Brillenpinguine werden bis zu 50 cm* groß und etwa 3 kg schwer. Doch bevor es soweit ist, startet die Entwicklung mit einem handgroßen Ei. Das Gelege der Pinguine besteht normalerweise aus zwei Eiern. Diese werden ca. 40 Tage lang abwechselnd von beiden Eltern bebrütet. Danach beginnt der Schlupf. Hierbei befreit sich das Küken Stück für Stück aus dem Ei. Das kann bis zu drei Tagen dauern. Beim Aufpicken der Schale hilft dem Küken der so genannte „Eizahn“, das ist eine auffallend helle, scharfe Spitze an seinem Schnabel.
* In der Literatur findet man häufig die Angabe „70 cm“. Das stimmt auch, denn Zoologen messen den Brillenpinguin von der Schnabelspitze über den Kopf bis zur Schwanzspitze.

 

Soeben geschlüpftes Pinguinküken   Soeben geschlüpftes Pinguinküken   Soeben geschlüpftes Pinguinküken

 

In den ersten zwei Monaten wärmt den kleinen Pinguin sein graues Dunenkleid. Wenn die ersten richtigen Federn wachsen, ist aus dem 70 g leichten Küken ein 3 kg schwerer Jungvogel geworden. Um so schnell zu wachsen, braucht das Küken viel Nahrung. Beide Eltern füttern es deshalb mit vorverdautem Fisch. Versorgen sie ihren Nachwuchs nicht mehr mit Futter, bringen die Tierpfleger den Jungpinguinen das Fressen toter Fische bei.

 

Wie ein Jungpinguin das Fressen von Futterfischen lernt

 

Pfleger mit JungpinguinIm Allwetterzoo werden Pinguinküken von ihren Eltern rund 60 Tage versorgt, dann kommen sie in die "Pinguinschule". Hier lernen sie, aufgetaute Heringe als Nahrung zu akzeptieren. Die Futterfische im Zoo bewegen sich nicht und lösen deshalb keinen Anreiz zur Jagd aus. Bis ein Jungpinguin das selbständige Fressen perfekt beherrscht, durchläuft er ein mehrwöchiges Training in mehreren Stufen. Als erstes lernt er, den Fisch aus der Hand des Pflegers zu nehmen. Klappt das gut, bringen die Pfleger den Jungpinguin erstmals in seinem Leben in ein kleines Wasserbecken. Dort bieten sie ihm den Fisch an der Oberfläche an. Solange, bis er den Fisch jedes Mal frisst.


 

Jungpinguin frisst aus der HandDann lernt der Pinguin, den Fisch auch ohne die vertraute Hand als Nahrung zu erkennen. Er muss dann nach ihm tauchen. Hat ein Pinguin dieses Training erfolgreich bestanden, siedelt er zu den anderen Jungpinguinen in die "Kinderstube" um. Das ist eine separate Voliere mit Wasserbecken in der Nähe der Watvogelanlage. Ist die Brutzeit in der Pinguinkolonie vorbei, darf das "Jungvolk" zu den Alttieren. Etwa ein Jahr lang sind junge Pinguine mit ihrem eher grauen und unscheinbaren Gefieder noch als Jungpinguine zu erkennen, dann erst entwickelt sich die typische schwarz-weiße Zeichnung. Noch mehr über Brillenpinguine verrät unsere Seite Fragen und Antworten rund um Pinguine.

 


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Soeben geschlüpftes Pinguinküken
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