Breitmaulnashörner
Die Haltung und Zucht dieser massigen und urtümlichen Tiere hat in Münster eine lange Tradition. Von 1977 bis 1990 wurden im Allwetterzoo sieben Jungtiere geboren. Die Tiere leben hier in der zweiten Generation, so wurde bereits "Emmis" Mutter in Münster geboren. Nashornbullen sind einzelgängerisch, während Nashornkühe lange mit ein bis zwei Jungtieren zusammenbleiben und sich zeitweise mit anderen Kühen zu Herden zusammenschließen. Die soziale Lebensweise der Kühe bedingt, dass in Zoos Gruppen von einem Bullen und mindestens zwei Kühen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht gebildet werden sollten.
Breitmaulnashörner sind mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,8 m und einem Gewicht von max. 2.300 kg nach den Elefanten die schwersten Landsäugetiere überhaupt. Ihren Namen verdanken diese Nashörner der Form ihrer Lippen, die eine Anpassung an ihre äsende, also grasfressende Lebensweise darstellen. Im Gegensatz dazu besitzen Spitzmaulnashörner spitze Lippen, die sich für das Abzupfen von Laub in ihrem waldigen Lebensraum in Afrika eignen. Die in Münster lebenden Südlichen Breitmaulnashörner gelten im Gegensatz zu den anderen afrikanischen und asiatischen Nashornarten bzw. -unterarten als nicht mehr unmittelbar von der Ausrottung bedroht.
Unser Foto von 1977 zeigt "Knorpel", das erste in Münster geborene Breitmaulnashorn.
Einer der Gründe für die Ausrottung der Nashörner ist der Aberglaube, der sich um die potenzsteigernde Wirkung des Nasenhorns rankt. Es ist zu befürchten, dass auch die letzten Tiere Wilderern zum Opfer fallen werden, die für das begehrte, allerdings vollkommen wirkungslose Potenzmittel große Summen kassieren. Die Nachzuchten Zoologischer Gärten werden alleine nicht ausreichen, um die Nashörner zu retten. Schutzbemühungen vor Ort müssen intensiviert werden, um den Abschuss der letzten Tiere zu verhindern. Das Nasenhorn der Nashörner ist übrigens ein Gebilde der Haut. Es besteht vollständig aus Keratin, einem Wasser undurchlässigen "Baustoff", der z.B. auch in Fingernägeln, Krallen und Hufen vorkommt. Das Horn ist nicht fest mit dem Schädel verwachsen und kann abbrechen. Das wäre jedoch kein endgültiger Verlust, gerade bei jüngeren Tieren wächst das Horn etwa 10 cm pro Jahr nach.
Die Breitmaulnashörner im Allwetterzoo
Vicky, geboren 23. Dezember 1986 in Münster
Emmi, geboren 22. Oktober 1990 in Münster (Tochter von Emily, 2. Zoogeneration)
Harry, geboren 28. Dezember 1990 in Whipsnade/GB, seit 1994 in Münster
Ebun, geboren 20. September 2009 in Münster mehr...
Im September 2009 brachte "Emmi" ihr drittes Kalb auf die Welt. Ihre ersten beiden Kälber hatte sie unmittelbar nach der Geburt infolge starker Nervosität derart verletzt, das sie starben. Weil sie auch bei der dritten Geburt offensichtlich nervös war und aggressiv reagierte, entschieden wir uns dazu, Mutter und Kind zu trennen. Das weibliche Nashornkalb "Ebun" wurde von den Pflegern aufgezogen. Mehr Informationen hierzu finden Sie in den Newsmeldungen zur Nashorngeburt und hier...
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Breitmaulnashorn-Nachwuchs Ebun
Elefantenhaus
Zoo von oben: wunderschöne Hochfotos von den Nashörnern
Panorama-Blick: Nashörner 1
Panorama-Blick: Nashörner 2
News: Nashorn-Baby Ebun im WordWideWeb
News: Unser Nashorn-Baby heißt Ebun
News: Emmis drittes Baby ist da!
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Breitmaulnashörner
sind mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,8 m und einem Gewicht
von max. 2.300 kg nach den Elefanten die schwersten Landsäugetiere
überhaupt. Ihren Namen verdanken diese Nashörner der Form
ihrer Lippen, die eine Anpassung an ihre äsende, also grasfressende
Lebensweise darstellen. Im Gegensatz dazu besitzen Spitzmaulnashörner
spitze Lippen, die sich für das Abzupfen von Laub in ihrem waldigen
Lebensraum in Afrika eignen. Die in Münster lebenden Südlichen
Breitmaulnashörner gelten im Gegensatz zu den anderen afrikanischen
und asiatischen Nashornarten bzw. -unterarten als nicht mehr unmittelbar
von der Ausrottung bedroht.
Einer
der Gründe für die Ausrottung der Nashörner ist der
Aberglaube, der sich um die potenzsteigernde Wirkung des Nasenhorns
rankt. Es ist zu befürchten, dass auch die letzten Tiere Wilderern
zum Opfer fallen werden, die für das begehrte, allerdings vollkommen
wirkungslose Potenzmittel große Summen kassieren. Die Nachzuchten
Zoologischer Gärten werden alleine nicht ausreichen, um die Nashörner
zu retten. Schutzbemühungen vor Ort müssen intensiviert
werden, um den Abschuss der letzten Tiere zu verhindern. Das Nasenhorn
der Nashörner ist übrigens ein Gebilde der Haut. Es besteht
vollständig aus Keratin, einem Wasser undurchlässigen "Baustoff",
der z.B. auch in Fingernägeln, Krallen und Hufen vorkommt. Das
Horn ist nicht fest mit dem Schädel verwachsen und kann abbrechen.
Das wäre jedoch kein endgültiger Verlust, gerade bei jüngeren
Tieren wächst das Horn etwa 10 cm pro Jahr nach.
Die
Breitmaulnashörner im Allwetterzoo