Bärenhaus


Gleich hinter dem Zooeingang begrüßen Nasenbären als quirliges Empfangskomitee unsere Besucher. Die sehr hell gefärbten Syrischen Braunbären und die in ihrer asiatischen Heimat nahezu ausgerotteten Malaienbären sind weitere Bewohner des Bärenhauses. In den letzten Jahren haben wir die Anlagen der Bären erheblich umgestaltet und damit das Wohlbefinden der Tiere gesteigert. Bei uns dürfen die Nasenbären mit ihren langen Nasen im Boden nach Leckerbissen wühlen, in den Baumkronen miteinander spielen oder sich einen luftigen Schlafplatz suchen. Die Syrischen Braunbären können über Felsen klettern, in einer Höhle den Mittag verschlafen oder sich unter einem Wasserfall abkühlen. Die Malaienbären finden unter der Rinde ihrer hohen Kletterbäume immer wieder mal einen Käfer. Zum Ausruhen verziehen sie sich je nach Wetter in eine schattige Höhle oder auf eine sonnige Aussichtsplattform.

Freianlage der MalaienbärenAn den Bären-Freianlagen sorgen bis zum Boden reichende Panzerglasscheiben dafür, dass auch kleine Zoobesucher eine gute Sicht auf die Petze haben. Bei den Malaienbären errichteten wir darüber hinaus eine hölzerne Plattform, die bis über den Wassergraben reicht. So haben die Besucher einen sehr guten Blick auf die Anlage und ihre Bewohner. Auch im Bärenhaus ersetzen vor einigen Gehegen große Glasscheiben das ursprüngliche Gitter. Nach einer grundlegenden Renovierung im Frühjahr 2009 ist das Haus, in dem zuvor grauer Beton dominierte, richtig schön geworden. Die Wände wurden hell gestrichen, dicke Holzstämme tragen großformatige Informationstafeln. Ein Blick unter die Decke lohnt sich, denn hier veranschaulicht ein Mastenkletterer die besonderen Fähigkeiten der Malaienbären. Mit bewegten Bildern vor eisiger Kulisse machen wir auf die Bedrohung von Eisbären durch den Klimawandel aufmerksam. Daneben steht der "Trostbär",  ein riesiger Eisbär aus Plüsch, der an die ehemalige Haltung der Polarbären auch in Münster erinnert. Rund vierzig Vitrinen bilden unsere Bären-Galerie, die zum längeren Verweilen einlädt. Hier gibt es so viel zu entdecken: Seifenbären in einem winzigen Badezimmer, ein Kerzenbär als "Leuchte der Wissenschaft" in einem Labor, rudernde Bärchen im Deutschland-Achter, ein Bärowinger-Mausoleum oder eine Bären-Marke mit den münsterschen Braunbären.


NasenbärenDie Nasenbären, die einzigen Vertreter der Kleinbären im Allwetterzoo, bewohnen außen am Bärenhaus eine Naturanlage, in der sie in Sand und Rindenmulch wühlen und über Stämme und Seile in die Höhe klettern können. Für die Siesta am Mittag steht ihnen eine warme Höhle zur Verfügung. Schauen Sie unbedingt auch mal nach oben, denn die Bären schlafen manchmal in selbst gebauten "Nestern" in den hohen Bäumen. Insgesamt ist die Außenanlage etwa 500 qm groß.  Im Winter sind die Nasenbären oft im Haus anzutreffen. Hier kann man sie dank großer Glasscheiben auch sehr gut beobachten. Männliche Nasenbären werden von den Weibchen übrigens nur während der Paarungszeit akzeptiert. Um ihnen den Stress dauernder Unterdrückung zu erparen, leben in Münster nur Weibchen und Jungtiere. Ist Nachwuchs erwünscht, reist ein Nasenbär-Mann aus einem anderen Zoo an...

Syrische BraunbärenDie 850 m² große Anlage der Syrischen Braunbären wurde 2002 grundlegend neu gestaltet. Zwei rauschende Wasserfälle, eine Kletterlandschaft aus rund 900 Tonnen Sandsteinfelsbrocken, abwechslungsreicher Bodengrund aus Kies, Sand und Eichenhäcksel und überdimensioniertes "Bären-Spielzeug" machen das ehemalige Betongehege zu einer Erlebnislandschaft für die Tiere. Lebende Bäume begrünen die Anlage und die ehedem graue Rückwand wurde sandfarben gestrichen. Die Syrischen Braunbären sind die hellste und südlichste Unterart des Braunbären. In Münster leben drei im Wiener Zoo geborene Geschwister aus zwei Würfen. Die  Männchen wurden kastriert, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Die Bären spielen gern und halten sich im Sommer oft stundenlang im Wassergraben vor der Anlage auf.


Anders sieht es bei den Malaienbären aus. Sie sind in der Natur fast ausgerottet und Nachzuchten in Zoologischen Gärten wären wünschenswert. Der Zoo in Münster gehört zu den wenigen Zoos, in denen die Zucht dieser asiatischen Bären bereits mehrfach gelungen ist, doch liegt die letzte Geburt schon Jahre zurück.Die auffälligsten Merkmale der Malaienbären sind ihre scharfen langen Krallen. Außerdem haben sie eine extrem lange Zunge, mit der sie Bienenstöcke und Termitenbauten räubern. Die Freianlage der Malaienbären wurde 2009 naturnah und sehr attraktiv umgestaltet. Statt Beton gibt es jetzt helle Steine und grüne Pflanzinseln, Eichen- und Buchenkronen mit Rinde als Kletterbäume, mehrere Schattenplätze und viel Rindenmulch zum Wühlen. Sogar Steinhaufen dürfen die beiden schwarzen Bären umschichten, wenn sie Lust dazu haben. Und ein plätschernder Wasserfall sorgt für eine stimmungsvolle Geräuschkulisse. 



Hangelnder MalaienbärMalaienbär mit LaubMalaienbär zieht Rinde ab



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