Aquarium


Wie ein kleiner „Zoo im Zoo“ beherbergt unser Aquarium neben Fischen auch Amphibien, Reptilien, Insekten und sogar Affen. Planen Sie ruhig viel Zeit für einen Besuch ein, es lohnt sich! Die faszinierende Farben- und Formenvielfalt in den zahlreichen Becken und Terrarien versetzt Sie in eine andere Welt. Über zwei Etagen erstreckt sich das Aquarium. Die Becken im Untergeschoss beherbergen ausschließlich Tiere aus Meeren und großen Seen, aus Flüssen und Bächen. Im Obergeschoss gibt es neben Aquarien auch etliche Terrarien.

 

Korallenbecken im Obergeschoss

 

Wie ein grüner Dschungel wirkt das großzügig dimensionierte Rundbecken im Zentrum des Untergeschosses. Hier schwimmen Schwarmfische wie Rote Neons, Ziersalmler oder Regenbogenfische. Nach den Monster-Fächergarnelen müssen Sie allerdings etwas suchen. Besser zu sehen sind die Panzerwelse. Diese und vor allem auch Antennenwelse leben in vielen unserer Aquarien und bilden quasi die „Putzkolonne“. Sie halten die Scheiben sauber, indem sie die Algen fressen, die sich an Glas oder Steinen festsetzen. Schauen Sie über dem Rundbecken auch einmal nach oben: An der Stirnwand können Sie die Nachbildung eines Hammerhais entdecken, ein Geschenk des benachbarten Naturkundemuseums.

 

Rote Neons im Schwarmfisch-Becken Hammerhai-Nachbildung Kinder vor dem Amazonasbecken

 

Besonders eindrucksvoll ist das beinahe bis zum Boden reichende Amazonasbecken mit Pacus und Gabelbärten, großen Welsen und Süßwasserstechrochen. Pacus sind überwiegend Vegetarier und fressen gern Salat. Aber auch die anderen Fische verschonen die unzähligen Guppys in diesem Becken: sie sind zu klein, um als Beute zu gelten. Die Wasserfläche des Amazonasbeckens ist übrigens größer, als man ahnt. Schauen Sie mal vom ersten Stock aus herunter. Dabei entdecken Sie vielleicht auch die Goldkopflöwenaffen und Rotkehlanolis, die in der tropischen Bepflanzung hinter und über dem Becken leben. Unten, in der Nachbarschaft der großen Fische des Amazonas, sind auch dessen berüchtigtste Bewohner zu sehen, die Piranhas.

 

Tigerspatelwels Süßwasserstechrochen Piranha

 

Andere Becken beherbergen afrikanische Süßwasserfische wie beispielsweise Maulbrüter oder Flösselaal. Aus asiatischen Brackwassergebieten, in denen sich Süß- und Salzwasser mischen, stammen Fangs Kugelfische. Sie halten sich gern in Höhlen auf, der ein oder andere versteckt sich gar in einem Blumentopf. Brackwasser ist auch der Lebensraum der Großen Süßwassernadeln, die mit den Seepferdchen verwandt sind, oder der Schützenfische. Deren Becken überspannt ein feinmaschiges Netz, das eigens eingesetzte Fliegen nicht entweichen lässt. Die Fische können so ihrer Jagdmethode nachgehen und ihre Beute mit einem gezielten Wasserstrahl „abschießen“…

 

Fangs Kugelfisch im Blumentopf Süßwassernadel Schützenfisch

 

In einem großen Eckbecken fallen bizarre Rotfeuerfische und ein Fledermausfisch ins Auge. In den benachbarten Aquarien leben „Blumentiere“ wie Leder- oder Straußenfederkorallen in enger Gemeinschaft mit Fischen tropischer Meere. Ein Becken mit Zebragrundeln und Fahnenbarschen beherbergt auch einen Großen Einsiedlerkrebs. Er verbirgt sich stets in einem von Algen bewachsenen Schneckengehäuse. Der Krebs wurde von den Pflegerinnen Wilma getauft. Doch auch andere Fische haben Namen, Knurpsi beispielsweise, der Igelfisch, oder Erbse, der Kuhkofferfisch. Beide sind aus der Dokusoap „Pinguin, Löwe & Co.“ vielen Zoofreunden bestens bekannt.

 

Kuhkofferfisch Erbse Igelfisch Knurpsi Rotfeuerfisch

 

Viele Fische sind übrigens Einzelgänger und dulden keine Artgenossen in ihrer Nähe, so auch der Igelfisch. Er teilt sich deshalb das Becken mit anderen Arten, dem auffallend gefärbten Leopard-Drückerfisch oder dem schön gezeichneten Picasso-Drückerfisch. Die mit den Kugelfischen verwandten „Drücker“ haben kräftige Kiefer, mit denen sie die Schalen von Muscheln und Krebsen aufbeißen können. Bei uns spielen sie sogar, indem sie abgestorbene Korallenstückchen suchen, diese knacken und dann fallen lassen. Manche Fische verstecken sich gern, etwa die Nasenmuränen. Sie schlängeln sich zwischen den Felsen hervor, um bald darauf wieder zu verschwinden. Im Becken der Muränen fallen Hornkorallen auf. Auch sie sind Tiere und keine Pflanzen.

 

Nasenmuräne Wachsrosen im Mittelmeerbecken Einheimische Fische

 

In unseren „kalten“ Aquarien leben Tiere des Mittelmeers und sogar Fische, die in heimischen Bächen vorkommen, Elritzen etwa, Stichlinge oder Mühlkoppen. Sie benötigen ebenso kühle Wassertemperaturen wie die aus dem Mittelmeer stammenden Mönchsfische oder Streifenschleimfische. Eines der Becken beherbergt Wachsrosen, das sind Seeanemonen aus den flachen Küstenregionen des westlichen Europa. Es sind keine Pflanzen, sondern Nesseltiere, die mit langen Tentakeln aus dem vorbeiströmenden Wasser ihre Beute fangen.

 

Australisches Wüstenterrarium

 

Im Obergeschoss lebt in einem von zwei Seiten einsehbaren Terrarium eine Tannenzapfenechse in Gesellschaft mit zwei Streifenköpfigen Bartagamen. Dass beide Reptilienarten aus trockenen Regionen stammen, verrät die Gestaltung der Anlage mit Sand und Steinen. Gleiches kann man auch in anderen Terrarien entdecken: Buntleguane werden inmitten von Pflanzen gehalten, Siedleragamen auf Felsgestein. Bevor die Pflegerinnen im Aquarium sich an das Einrichten neuer Anlagen begeben, informieren sie sich genau über die Herkunft der künftigen Bewohner und berücksichtigen dabei deren Ansprüche auch im Hinblick auf die Gestaltung. Dadurch vermitteln sie Ihnen eine Vorstellung vom ursprünglichen Lebensraum der Tiere.

 

Buntleguan männliche Siedleragam Malachit-Stachelleguan

 

In der zweiten Etage unseres Aquariums leben auch Fische. In einem großen Eckbecken schwimmt ein Schwarm Vieraugen an der Wasseroberfläche. Diese Brackwasser-Fische haben zwar keine vier Augen, können jedoch gleichzeitig über und unter Wasser sehen. In weiteren Becken halten wir verschiedene Garnelenarten, Marmorkrebse und einen Knallkrebs. Der lebt in enger Symbiose mit einer Wächtergrundel. Die Grundel hält sich oft an den Fühlern des Knallkrebses auf, die dieser aus seinem Versteck ragen lässt. Nähert sich ein Feind, reagiert die Grundel, der Krebs merkt es und zieht sich zurück. Als Belohnung für das Warnen darf die Grundel sich in den Gängen des Krebsverstecks in Sicherheit bringen.

 

Vieraugen Kardinals-Putzergarnelen Seepferdchen

 

Mehrere Meerwasseraquarien fallen durch ihre schöne Gestaltung und außergewöhnliche Bewohner auf: So lassen sich Seepferdchen mit ihren engen Verwandten, den Seenadeln, vergleichen. In einem Becken zieht eine außergewöhnliche Fisch-Gemeinschaft aus zartfarbenen Schaukelfischen, psychedelisch gemustertem Papua-Spitzkopfkugelfisch und weiß getupftem Mirakelbarsch die Blicke auf sich. Zwei größere Becken beherbergen unzählige, verschiedenartige „Blumentiere“ wie Wachsrosen, Scheibenanemonen, Stein- oder Lederkorallen. Sehr gut lässt sich hier die enge Symbiose von Orange-Ringelfischen mit Anemonen beobachten. Bemerkenswert sind auch eine große Mördermuschel, gelb-gestreifte Pinzettfische oder leuchtend blaue Palettendoktorfische.

 

Papua-Spitzkopfkugelfisch Lederkoralle und Scheibenanemone Orangeringelfisch

 

Im Bereich der Landtiere müssen Sie manchmal genau hinsehen, um Tiere zu entdecken. Die Stabheuschrecken beispielsweise können sich äußerst gut tarnen. Auch die verschiedenen Arten winziger, knallbunter Pfeilgiftfrösche lassen sich nicht auf den ersten Blick finden. Hin und wieder ist die Sicht auf die Frösche sogar „vernebelt“, denn fein versprühtes Wasser sorgt in den Terrarien für die notwendige hohe Luftfeuchtigkeit. Besonders erwähnenswert ist der Maranon-Baumsteiger. Diese beinahe ausgerottete Art soll über das Projekt „Amphibien Ark“ gerettet werden, ebenso wie der Zagros-Molch. Die hübschen, nur im Iran vorkommenden Molche können Sie ebenfalls bei uns sehen.

 

Stabheuschrecke Zagrosmolch Gelbgebänderter Pfeilgiftfrosch

 

Vogelspinnen, die besonders bei Kindern beliebt sind, halten wir in zwei Arten. Auffallend sind auch die großen Achatschnecken, deren Nachzuchten etlichen Zoobewohnern gut schmecken, den Zwergottern etwa. Weitere Terrarien beherbergen Amphibien wie den skurrilen Axolotl oder Reptilien wie Malachit-Stachelleguan, Leopardgecko und Stachelschwanzskink. In einer großen Anlage am Ende des Rundgangs sind derzeit Rotkehlanolis zu sehen. Doch schon bald werden hier Dreihorn-Chamäleons einziehen. Und das ehemalige Terrarium für Rosenkäfer wird demnächst für Taggeckos umgebaut.

 

Axolotl Rotknievogelspinne Leopardgecko

 

 

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