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07. Oktober 2011

Jane ist da!

Das Nashorn aus Schottland schnuppert seit heute westfälische Luft und gewöhnt sich an deutsche Brötchen.

 

Nashornkuh Jane in Münster Nashornkuh Jane schaut nach Vicky

 

Nachdem schon die Abreise unserer Nashornkuh Emmi reibungslos verlief, war auch die Ankunft von Jane am heutigen Freitag perfekt! Zu 13.30 Uhr hatten wir die Medien eingeladen – und um 13.35 Uhr rollte der Lkw des niederländischen Spezialtransporteurs Ekipa mit seiner schweren und wertvollen Fracht in die mittlere Außenanlage unserer Nashörner. Der Schwerlastkran stand schon bereit, um schließlich die mitsamt Jane 3,8 Tonnen wiegende Transportkiste vor das Tor zum Bullenstall zu hieven. Dort hatten die Tierpfleger ein Gehege für Jane vorbereitet und reichlich Heu und Brötchen verteilt.

 

Warten auf Jane Der Stall für Jane Jane ist eingetroffen

 

Jane konnte das Herauslassen kaum abwarten und stieß mit ihrem etwa 70 cm langen vorderen Nasenhorn durch die Holzplanken der Transportkiste. Immerhin stand sie beinahe 26 Stunden lang in diesem Behältnis. Sowie der Schieber der Kiste sich öffnete, stürmte Jane in das Gehege – und stand dann erst einmal still. Im übernächsten „Abteil“ des Bullenstalles konnte sie Vicky sehen, unsere knapp 25jährige Nashornkuh. Jane zeigte sich ruhig, trank Wasser und fraß sofort etwas Heu. Sie markierte die Wände im Gehege mit ihrem Urin und probierte schon eine Viertelstunde nach ihrer Ankunft ein deutsches Brötchen!

 

Ein Nashorn am Haken Erster Bodenkontakt in Münster Ein Meter Fehlt noch...

 

Bleibt Jane weiterhin so ruhig, wird sie bald direkt neben Vicky stehen können, wenn auch vorerst durch dicke Gitterstäbe getrennt. Ein unmittelbares Zusammenlassen hängt vom Verhalten beider Tiere ab. Läuft es gut, wird Jane sicher auch bald nach draußen gelassen. Wann sie erstmals direkt auf ihren künftigen Partner Harry treffen wird, ist von ihrer weiteren Eingewöhnung abhängig. Jane ist eine imposante Erscheinung und unterscheidet sich äußerlich von Emmi! Die hat sich ebenso wie Vicky und Harry mit Vorliebe beide Nasenhörner abgescheuert, Jane hingegen „trägt lang“. Ihr vorderes Horn misst schätzungsweise 70 cm, das zweite ist etwa halb so lang.

 

Nashornkuh JaneDie Nasenhörner sind der Grund für den schlechten Stand der Breitmaulnashörner im südlichen Afrika. Die Tiere werden in jüngster Zeit leider wieder vermehrt gewildert. Das pulverisierte Horn ist in Asien Gold wert, ihm wird eine die Potenz steigernde Wirkung zugeschrieben. In unseren Augen ist das purer Aberglaube, denn die Nasenhörner bestehen ebenso wie unsere Fingernägel aus Keratin. Doch solange es einen Markt gibt, hilft es den Tieren wenig. Ein zweiter Grund für die Bedrohung der Breitmaulnashörner ist der geringer werdende Lebensraum. Deshalb kommt ihrer Zucht in Zoologischen Gärten eine große Bedeutung zu! Und deshalb schicken Zoos auch ihre Tiere auf „Hochzeits-Reisen“. Wir hoffen sehr, dass Jane und Harry sich mögen und es im nächsten Jahr vielleicht Nachwuchs gibt. Momentan werden in ganz Europa leider nur 3 bis 5 Nashörner pro Jahr geboren…

 

Mehr über unsere Breitmaulnashörner gibt es hier: Breitmaulnashörner | Emmi reist nach Schottland

 

 

 


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