News-Archiv
31. August 2011
Katta Sina ist wieder fit und macht große Sprünge!
Unser Kattamädchen Sina hat allen Leid getan, die es nach seinem Beinbruch gesehen haben. Kein Wunder: Das ansonsten putzmuntere Jungtier musste mit dickem Verband und in seinen Bewegungen stark eingeschränkt wochenlang auf das Zusammenwachsen seiner Knochen warten! Die inzwischen knapp sechs Monate alte Sina war zwar eine geduldige Patientin, doch die Artgenossen haben ihr ebenso gefehlt wie das Toben auf der großen Freianlage. Das Warten ist nun vorbei; denn seit Kurzem darf Sina wieder nach draußen.
Am ersten Tag schaute Revierleitern Bärbel Uphoff noch häufig nach dem Kattakind. „Ich kann gar nicht hinsehen“, meinte sie mehrfach, wenn Sina mal wieder zu wagemutig durch die Anlage sprang. Aber die Kleine hatte stets Glück und landete im dichten Bambus oder auf weichem Rasen, wenn sie den anvisierten Ast nicht erreichte. Anfangs standen auch Tierpfleger an den Brücken und passten auf. Mit denen hatte Sina nämlich noch keine Erfahrung gemacht. Die beiden Brücken, über die Besucher auf die Insel der Kattas gelangen, führen nachts Strom. Tagsüber ist die Elektrizität natürlich abgeschaltet - doch das wissen die Kattas nicht und meiden die Brücken.
![]() |
![]() |
![]() |
Inzwischen hat Sina alles gelernt, was man als Katta im Allwetterzoo wissen muss. Ganz routiniert nutzt sie die Holzstämme, die in luftiger Höhe über den Besucherweg führen. Manchmal sitzt sie oben und schaut auf die Menschen herunter. Ist sie müde, kuschelt sie sich mit Artgenossen in einen der eigens für die Siesta aufgehängten Körbe. Scheint die Sonne ausnahmsweise einmal zu heftig, döst die ganze Gruppe in den dicht belaubten Bäumen auf ihrer Insel. In der Innenanlage im Haus sind derzeit auch Kattas zu sehen, denn die Gruppe musste geteilt werden – es gab ständig Streitereien untereinander…
![]() |
![]() |
![]() |
Durch den doppelten Zwillingsnachwuchs im Frühjahr ist die Kattagruppe auf 14 Tiere angewachsen. Das sind zu viele für ein friedliches Zusammenleben. Nach Bärbel Uphoffs Ansicht sind Kattas „die schlimmsten“ unter ihren Affen. Sie würden sich sehr häufig und heftig streiten. Deshalb haben wir für fünf Kattas ein neues Zuhause gesucht und im Thüringer Zoopark gefunden. Auch Viola zählt zu den Tieren, die Münster im Spätherbst in Richtung Erfurt verlassen werden. Das 13 Jahre alte Weibchen, das vor Jahren bei einer Streiterei ein Ohr verloren hat, ist die Oma von Sina. Jahrelang war sie die „Chefin“ bei den Kattas, doch ihre Tochter Mobi hatte ihr diese Rolle schon vor längerer Zeit streitig gemacht.
Mehr über Sina, ihren Beinbruch und unsere „Reha-Maßnahmen“ finden Sie hier:
Kattakind Sina in der Reha | Kattakind mit „Platte“ und Stützverband
Folge uns auf: |










