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9. August 2011

Gepardmutter Xenia gibt ihre Rolle ab:

Der kleine Shaka wird nun doch allein von den Tierpflegern aufgezogen. Aber es gibt nun „öffentliche Besuchszeiten“

 

Shaka - satt und müde Shaka - satt und müde

 

Bis zum letzten Samstag funktionierte die Arbeitsteilung zwischen der Gepardin Xenia und den Tierpflegern gut: Das Weibchen hatte zwar keine Milch mehr, kümmerte sich ansonsten aber um ihren Sprössling. Die gemeinsame Aufzucht durch die leibliche Mutter und mehrere menschliche „Ersatzmütter“ war ein Experiment, das wohl bislang noch in keinem Zoo stattfand. Leider musste es jetzt abgebrochen werden, weil Xenia ihren Sohn anknurrte und abwies.

 

Das sechsjährige, erstgebärende Weibchen hatte am 6. Juli drei Junge zur Welt gebracht, von denen nur Shaka überlebte. Als klar wurde, dass die Mutter nicht mehr genügend Milch hatte, fütterten die Pfleger den kleinen Gepard mehrmals am Tag mit einer Katzenaufzuchtmilch. Shaka nahm zu und entwickelte sich gut. Doch nun stellte sich heraus, dass Xenia ihren Sohn vernachlässigte und sich nicht mehr entsprechend um ihn kümmerte. Die Zooleitung entschied daraufhin, den vier Wochen alten Gepard komplett per Hand aufzuziehen.

 

Shaka trinkt Shaka trinkt Shaka trinkt

 

Im Allwetterzoo gelang in der Vergangenheit bereits mehrfach die Handaufzucht von Geparden. Auch diese Tiere konnten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms an andere Zoos abgegeben und dort eingegliedert werden. Die Tierpfleger werden auch diesmal darauf achten, dass Shaka als Gepard heranwächst. Noch ist er auf den engen Kontakt zu den Menschen angewiesen und bekommt fünf- bis sechsmal am Tag das Fläschchen. Nach den Mahlzeiten massieren die Pfleger weiterhin sein Bäuchlein mit einem Schwamm und säubern sein Hinterteil nach jedem Geschäft. Sie lassen ihn auf der Wiese laufen und er folgt der vertrauten Silhouette „seines“ Menschen.

 

Alexander Dietrich mit Shaka Alexander Dietrich mit Shaka

 

Seit Samstag kümmert sich überwiegend Alexander Dietrich um Shaka. Der stellvertretende Revierleiter nimmt den Gepard in den nächsten Tagen sogar abends mit nach Hause – aber nur so lange, bis der Kleine allein schlafen kann. Die Zoobesucher können Shaka vom 10. August bis zum 13. September täglich um 10, 13, 15 und 16.30 Uhr in der Gepard-Anlage sehen. Wenn er „mitspielt“, bekommt Shaka dort sein Fläschchen und läuft herum. Jeder Gepard-Fan sollte allerdings berücksichtigen, dass Shaka noch ein Säugling ist und auch Ruhe braucht!

 


Mehr über unsere Geparden im Allwetterzoo

 


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