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18. Januar 2010
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Erleichterung im Allwetterzoo Münster:
Fatima kümmert sich um das Gorillakind Claudia
Ein erster Obduktionsbefund liegt vor
Nach dem Tod des Gorillaweibchens „Gana“ am letzten Sonntag ist die
Sorge um deren Tochter „Claudia“ etwas geringer geworden. Seit heute
ist klar, dass sich die 37jährige „Fatima“ um das mutterlose Gorillakind
kümmert. „Fatima“ galt ohnehin als Freundin von „Gana“ und war mit ihr
bis auf die letzten beiden Tage auch stets zusammen. Das zweite Weibchen
in Münster, die 13jährige „Changa-Maidi“, hatte sich zwar anfangs der
kleinen „Claudia“ angenommen, schien aber letztlich überfordert. Zudem
erwies sich ihr zweijähriger Sohn „Thabo“ als zu rüpelhaft im Umgang
mit der zarten „Claudia“.
Derzeit bewohnen „Fatima“ und „Claudia“ die Gänge hinter der Gorilla-Anlage
im Menschenaffenhaus des Zoos. Das scheint beengt zu sein, dient aber
auch „Claudias“ Sicherheit. Die Kleine klettert schon sehr gut. Von
ihrer Mutter wurde sie immer wieder zurück geholt, wenn sie sich in
zu luftige Höhe begeben hatte. Ob die Adoptivmutter „Fatima“ so umsichtig
ist, muss sich erst noch erweisen. Erst einmal ist man im Zoo froh,
dass „Fatima“ diese Rolle übernommen hat.
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Sie kommt auf Zuruf der Pfleger nach unten, damit „Claudia“ mehrfach am Tag ihr Fläschchen bekommen kann. Immerhin lebt „Fatima“ seit 1975 in Münster und ist vor allem mit Revierleiterin Bärbel Uphoff seit Jahrzehnten vertraut. Wenn die Entwicklung weiterhin so positiv verläuft, sollen „Changa“ und ihr Sohn stundenweise mit „Fatima“ und „Claudia“ zusammengelassen werden und künftig auch mit dem Vater.
Der Körper von „Gana“ wurde heute morgen von Tierarzt Carsten Ludwig
in das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen zur Obduktion gebracht.
Er hat am Nachmittag telefonisch den ersten Befund mitgeteilt. Demnach
gibt es offensichtliche Veränderungen in „Ganas“ Gehirn, die zum Tod
geführt haben und nicht therapierbar waren. Die Ursache für diese Veränderungen
ergeben hoffentlich weitergehende Untersuchungen.
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