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21. Mai 2010

Das neue Afrikapanorama:

Ein tolles Zuhause für Zebra, Strauß & Co.

 

Zebras im neuen Afrikapanorama

 

Schön geworden! Und so grün! Tolle Anlage! Diese Kommentare hört man vor dem Afrikapanorama im Allwetterzoo derzeit ständig. Wir können auch stolz sein auf die gelungene Sanierung dieser großen Tieranlage. Rundum grün und den Bedürfnissen der Tiere entsprechend gestaltet ist sie ein lebenswertes Zuhause für rund 50 „Afrikaner“.

 

Zebra mit Fohlen

1,5 ha umfasst der Bereich „Afrika“ insgesamt. Der größte Teil wird als Gemeinschaftsanlage von rund 50 afrikanischen Huftieren und Vögeln bewohnt. Wie im südlichen Afrika tummeln sich hier Zebras, Gnus, Elenantilopen, Wasserböcke und Springböcke. Unmittelbare Mitbewohner dieser Huftiere sind Blauhalsstrauße und Kronenkraniche. Auf dem breiten Wassergraben samt Insel vor dem Afrikapanorama leben Krauskopfpelikane. Dann gibt es noch zahlreiche „Untermieter“ im Wasser, nämlich Rotwangen- und Gelbwangenschmuckschildkröten sowie Hieroglyphen-Schildkröten. Als „Obermieter“ im Luftraum nisten frei fliegende Weißstörche in zwei Horsten.

 

 

Das Afrikapanorama, das seit der Zooeröffnung im Mai 1974 besteht, wurde in zwei Schritten saniert. 2009 konnte der kleinere Teil rechts von der „Serengeti-Lodge“ fertig gestellt werden, im Frühjahr 2010 der große Rest der Anlage. Landschaftsgärtner tauschten den kompletten Erdboden aus und begrünten ihn mit Rollrasen. Damit die Fläche auch tatsächlich grün bleibt, wurde eine Berieselungsanlage installiert. Helle Sandstein-Felsbrocken und Baumstämmen „möblieren“ das Gelände. Der schöne, alte Baumbestand blieb vollständig erhalten. Neu eingerichtet wurden gepflasterte Futterstellen und mehrere Sandflächen, die von den Bewohnern gern für die Fell- oder Gefiederpflege genutzt werden. Vom ersten Bauabschnitt profitierten auch die Krauskopfpelikane. Sie haben nun einen Ausstieg, über den sie selbständig in ihr Winterquartier gelangen können. Außerdem lässt sich ein Teil der Gesamt-Anlage abtrennen, so dass beispielsweise die Springböcke separat untergebracht werden können, wenn sie Jungtiere führen.

 

Springböcke vor Wasserlauf

 

Die ehemals langweilige, schnurgerade Betonkante des breiten Wassergrabens, der als Grenze zwischen Besucherweg und Tieranlage dient, wurde aufgebrochen und mit Felsen kaschiert. Im rechten Bereich entstand ein Bachlauf, der mäandernd über den Hang plätschert und in einen neu entstandenen Flachwasserbereich mündet. Auch links von der Lodge plätschert das Wasser nun über Felsen in den Graben. Für Besucher wurde eine hölzerne Plattform errichtet, die über das Wasser hinausragt und einen guten Blick auf die Anlage erlaubt. Im linken Bereich entstanden neue Besucherbuchten und (sehr bald) eine überdachte Plattform. Witzig und bei Kindern beliebt ist der „Sehschlitz“ in einer neuen Mauer aus Felsbrocken, durch den man Zebra & Co. mal auf andere Art sehen kann.

 

Kronenkranich und Krauskopfpelikan

Nachdem der Rollrasen fest verwurzelt war, wurden nach und nach die Tiere eingewöhnt. Springböcke, Wasserböcke und Kronenkraniche waren die ersten, die die neue Anlage kennen lernten. Die anderen Tiere folgten gruppenweise. Bei der offiziellen Eröffnung am 19. Mai kamen auch die Springböcke als erste auf die Anlage, gefolgt von den Wasserböcken samt Kitz. Sie liefen rasch in die Nähe der Lodge und machten sich über das frische Grün her, das die Tierpfleger verteilt hatten. Als dann jedoch die Blauhalsstrauße, gefolgt von Gnus, Elenantilopen und Zebras auf die Anlage gelassen wurden, nahmen die Springböcke Reißaus! Sie zogen sich in den hinteren Teil der Anlage zurück, beeindruckten bei der raschen „Flucht“ aber mit tollen Prellsprüngen. Inzwischen ist der Alltag zurückgekehrt und die Tiere bevölkern wie schon seit Jahren in friedlichem Miteinander das westfälische „Afrika“.

 

Wer noch nie bei einer Zooführung mit Gang hinter die Kulissen dabei war, mag sich fragen, wo die Tiere eigentlich schlafen. Ihre winterfesten Stallungen sind nämlich von vorn „unsichtbar“. Sie befinden sich hinter und teils sogar im Afrika-Hügel. Hinten gibt es auch großflächige, so genannte Vorgehege. In diese gelangen die Tiere durch zwei Tore im Hintergrund der Anlage. Zebras, Gnus, Elenantilopen und Strauße gehen durch das linke Tor, Springböcke und Wasserböcke durch das rechte. Und jedes Tier weiß, in welchem Stall es die Nacht verbringt!

 

Elenantilopen, Gnus und Wasserböcke


Zahlen und Daten zum Afrikapanorama

 

  • 1,5 Hektar groß ist der gesamte Bereich des Afrikapanoramas. Dazu zählen außer der großen Gemeinschaftsanlage auch die Anlage für Prinz-Alfred-Hirsche, verschiedene Vorgehege und die für Besucher nicht einsehbaren Stallungen.
  • 8.000 Quadratmeter umfasst der in zwei Bauabschnitten sanierte Bereich.
  • 4.600 Quadratmeter Rollrasen wurden verlegt.
  • 3.500 Kubikmeter alter Boden wurde abgetragen.
  • 1.900 Tonnen Dränageschotter wurden gesamt aufgebracht.
  • 700 m Dränageleitungen wurden im Kiesbett verlegt.
  • 950 Meter lang sind insgesamt die Bewässerungsleitungen.
  • 480 Tonnen wiegen die insgesamt verteilten Sandstein-Quader.
  • 450 Tonnen wiegen die insgesamt eingesetzten Eichenstämme.
  • 270 Quadratmeter groß sind die Sandflächen auf der Anlage.
  • Sieben Monate betrug die Bauzeit für die komplette Renovierung.
  • Es wurde auch Beton verbaut, und zwar auf gesamt 700 Quadratmetern.
  • 700.000 Euro hat die komplette Sanierung gekostet.

 

Hochfotos, die den im vergangenen Jahr fertig gestellten Teil der Anlage zeigen, finden Sie hier...

Neue Fotos wird es im Laufe des Sommers geben.

 


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