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03. Juni 2009

Der Allwetterzoo wird noch schöner!
Umbauten bei Zebras & Co., Nashörnern, Gebirgsloris, Bären und Kapuzineraffen

 

Prinz-Alfred-Hirsche

Wer in diesen Tagen durch den Zoo geht, sieht nicht nur viele Tiere, sondern auch fleißige Menschen. An einigen Stellen sind Maurer, Pflasterer, Tischler oder Gärtner dabei, den Zoo zu verschönern.

 

Die größte Baumaßnahme, die am 6. Juni beendet wird, betrifft unser Afrikapanorama, die mit 1,5 ha größte Tieranlage im Allwetterzoo. Der Bereich rechts von der Serengeti-Lodge wurde mit Felsbrocken und Baumstämmen neu „möbliert“ und mit Rollrasen begrünt. Die Rasenpflanzen hatten reichlich Zeit zu wurzeln und wurden an trockenen Tagen bewässert. Jetzt hoffen wir, dass Zebras, Antilopen und Strauße die Graspflänzchen nicht allzu schnell verspeisen. Außerdem haben wir den Wasserfall auf der Anlage grundlegend verändert und den Graben davor mit vielen hellen Felsbrocken ansprechend gestaltet. Es gibt einen mäandernden Bach, der über Felskanten plätschert, um in einem Flachwasserbereich zu enden, den die Tiere sogar betreten können. Und es gibt eine Plattform für Besucher, die dadurch eine noch bessere Sicht auf Zebra & Co. haben.

 

Krauskopfpelikan

Eine Veränderung im Bereich des Afrikapanoramas kommt auch unseren Krauskopfpelikanen zugute. Sie müssen nun nie mehr zum Überwintern ins Pelikanhaus getragen werden, sondern können über Stufen aus Felsgestein den Wassergraben verlassen. Vor ihrem Haus entstand ein kleines Freigelände, so dass die großen Vögel im Winter auch mal „vor die Tür“ kommen. Neu sind zudem zwei Gehege rechts neben dem Afrikapanorama.


Springböcke

Das erste ist für die Springböcke bestimmt. Es kann von der großen Afrikaanlage getrennt werden, wenn in der Herde dieser zierlichen Antilopen Jungtiere heranwachsen. Für ein zweites Gehege haben wir bislang brachliegendes Gelände zwischen Wirtschaftsweg und großem Spielplatz genutzt. Hier haben die Prinz-Alfred-Hirsche ein schattiges neues Zuhause bekommen.

 

Am 8. Juni beginnen Umbauten in der Halle der Breitmaulnashörner. Das ohnehin von den Tieren nicht genutzte Badebecken wird entfernt, der Fußboden der Anlage neu gestaltet. So hat die werdende Mutter „Emmi“ mehr Platz für sich und das im September erwartete Kalb. Etwa drei Wochen lang werden wir das Nashornhaus schließen müssen.

 

Loris

Gleich nebenan in der Elefantenhalle wird beinahe zeitgleich gebaut, weil die Gebirgsloris mehr Licht bekommen sollen. Das Dach über ihrer Voliere wird aufgeschnitten und großflächig verglast. Derweil werden die kleinen Papageien in der Quarantänestation des Zoos untergebracht. Besucher können leider vom 15. Juni an für gut zwei Wochen die Loris nicht in ihrer Voliere besuchen und füttern. Ein Trost für alle Lori-Fans mag sein, dass die Papageien es ab Ende Juni viel schöner haben werden.

 

Für unsere Kapuziner entsteht derzeit ein komplett neues Gehege auf einer großen Wiese am Zookanal. Die quirligen Affen bewohnten bislang zwei vergitterte Anlagen im bzw. am Haus für „Niedere Affen“. Mit Beginn der Sommerferien, also ab 2. Juli, können die Tiere über einen Laufgang, der über den Besucherweg führt, ein rund 700 qm großes Freigehege erreichen. Hier finden sie eigens aufgestellte Kletterbäume vor und lebende Bäume als Schattenspender. Und die Besucher können diese intelligentesten Affen Südamerikas dann nicht nur viel besser beobachten, für sie wird neben der Anlage ein weiterer schöner Picknickplatz eingerichtet.

 

Maleienbär Josefine mit Laub

Im Bärenhaus basteln die Elektriker derzeit noch an der Beleuchtung der „Bären-Galerie“. Die rund 40 Schaukästen, die zu dieser Ausstellung gehören, schmücken bereits die Wände des bisher eher langweiligen Hauses. Hier ist mit Sicherheit alles zum Bärentag am 27. Juni fertig. Vor der neu gestalteten Freianlage für Malaienbären wartet nur noch das Besucherpodest auf seine Vollendung, „Klaus“ und „Josefine“ genießen bereits ihr verschönertes Zuhause. Und im Aquarium gibt es technische Verbesserungen, die für kurze Zeit eine kleine Absperrung außen am Haus erforderlich machen. Hier bringen wir u.a. die Lüftungs- und Heizungsanlage auf den neuesten Stand - ganz im Sinne des Klimaschutzes (und der Kostenersparnis).

 

Wir bitten alle Zoobesucher, die uns in diesen Wochen besuchen, um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen. Sämtliche Baumaßnahmen dienen dem Wohlergehen unserer Tiere. Und es gibt noch sehr, sehr viele Bereiche im weitläufigen Zoogelände, in denen man ruhig und ungestört die Tiere beobachten kann. Genießen Sie die wilden Hetzjagden der halbwüchsigen Geparde auf ihrer riesigen Anlage am Zookanal. Erfreuen Sie sich an unserem Gorillajungen „Thabo“, der immer mutiger wird, und an „Ito“, dem kleinen Orang-Utan und seinen Kletterkünsten! Oder schauen Sie sich die hübschen neuen Zwergziegen auf der Streichelwiese in unserem idyllischen Kinder- und Pferdepark an!