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24. Juni 2009

22 Weißstorch-Küken wachsen im Zoo heran:

fliegender Weißstorch
Storch mit drei Jungstörchen
Für die frei fliegenden "Gäste" im Allwetterzoo Münster ist das Jahr 2009 ein erfolgreiches Brutjahr!

Auf 13 Nistplätze haben es die frei fliegenden Weißstörche im Allwetterzoo in diesem Jahr gebracht! Einige Horste existieren bereits seit mehr als zehn Jahren, andere sind in diesem Frühjahr neu entstanden. Und sicher ist, dass ein 2007 in Münster geschlüpfter Jungstorch sich wieder eingefunden hat. Er errichtete gemeinsam mit einem unberingten Partner einen Nistplatz auf der Großflugvoliere des Zoos, brachte aber noch keine Brut zustande. Insgesamt sechs Horste befinden sich inzwischen auf der großen Voliere, in der Geier und Sekretäre leben und ein Rotmilan seine Kreise zieht. Weitere Horste gibt es im Kinder- und Pferdepark, mitten in der Elefantenanlage oder auf dem Afrikapanorama. In einigen dieser Horste kann man derzeit Jungstörche sitzen sehen. Sie sind teilweise beinahe so groß wie ihre Eltern, können aber noch nicht fliegen. An ihren dunklen Schnäbeln kann man sie gut von den Altvögeln unterscheiden, deren Schnäbel leuchtend rot sind.


Störche und Elenantilopen

Von den 22 Jungstörchen, die derzeit in den Nestern aufwachsen, konnten leider wie schon in den Vorjahren nicht alle beringt werden. Einige Horste sind so ungünstig gelegen, dass auch die längste Leiter der Feuerwehr nicht reichen würde. Das ist schade; denn an der eingestanzten Nummer kann man die Störche Zeit ihres Lebens identifizieren. Aber immerhin zehn Nachwuchs-Adebars tragen seit einigen Tagen einen sogenannten ELSA-Ring und sind somit bei der Vogelwarte Helgoland registriert. Die Feuerwehr Münster unterstützte die Beringungs-Aktion mit einem Leiterwagen. Michael Klein von der Biologischen Station Rieselfelder begab sich in die Höhe und beringte die Jungstörche.


Beringung



Michael Tillmann begleitete und fotografierte die Aktion. Der Lehrer und Storchenkenner beobachtet die Weißstörche im Allwetterzoo schon seit vielen Jahren und führt über das Brutgeschehen genau Buch. Seinen Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass einige der im Zoo nistenden Weißstörche aus dem Ausland stammen. Ein weiblicher Storch beispielsweise, der inzwischen sogar jeden Winter in Münster verbringt, trägt einen Ring der Vogelwarte Paris. Andere wurden in der Schweiz oder den Niederlanden beringt. Insgesamt erfasste Michael Tillmann in diesem Jahr 27 erwachsene Weißstörche. Es wird sicher ein phantastisches Schauspiel, wenn diese Vögel demnächst gemeinsam mit den 22 Jungstörchen über dem Zoogelände kreisen!