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17. September 2009

19 Pinguinküken, 2 Adoptionen und ein Todesfall...
In diesem Herbst kann der Allwetterzoo wieder sehr stolz sein auf die Zuchterfolge bei den Brillenpinguinen, auch wenn es vom Traumpaar „Sandy“ und „Tom“ Trauriges zu berichten gibt...

 

Pinguinkueken

Am 15. September waren es sage und schreibe 19 Küken, die von ihren Pinguineltern im Allwetterzoo gefüttert und gewärmt wurden. Der Schlupf eines weiteren Kükens steht noch aus, so dass die Bilanz der sommerlichen Brutsaison stolze 20 Jungpinguine aufweisen könnte. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Elternpaare die Aufzucht schaffen. Die Bedingungen sind nicht schlecht, denn anders als im Ozean gibt es in Münster die Heringe schnabelgerecht serviert. Hier drohen weder Überfischung noch Ölkatastrophen, so dass alle Jungpinguine satt werden können.

 

Tom und Sandy

Allerdings gibt es auch im Zoo unerwartete Todesfälle, die sehr schmerzlich sein können. Diese Erfahrung musste jetzt ausgerechnet „Sandy“ machen, Münsters berühmte Pinguindame. Ihr knapp fünfjähriger Partner „Tom“ starb am 11. September an einer bakteriellen Infektion, wie sich bei Untersuchungen in der Geflügelpathologie der Universität München herausstellte.

 

„Sandy“ und „Tom“ waren erst seit zwei Jahren ein Paar. Zuvor hatte die Pinguindame sich mehr als zehn Jahre ausschließlich auf Reviertierpfleger Peter Vollbracht konzentriert. „Ihrem“ Peter folgte die 1996 in Nürnberg geschlüpfte „Sandy“ auf Tritt und Schritt, egal ob er sie in ein Fernsehstudio mitnahm oder auf eine Bühne. Nachdem sie sich 2007 dem jungen Pinguinmann „Tom“ zuwandte, zog sie im Jahr darauf gemeinsam mit ihm sogar ihr erstes Küken auf. Das war zwar untergeschoben, weil das von „Sandy“ gelegte Ei nicht befruchtet war, doch beide erwiesen sich als gute Eltern.

 


Tom und Sandy

In diesem Sommer legte „Sandy“ nun zwei befruchtete Eier, aus denen am 31. August und 4. September zwei gesunde Küken schlüpften. Alle Pinguinfans freuten sich über das späte „Mutterglück“ der Pinguindame. Doch leider steht sie nun ohne Partner da! Allein aber könnte „Sandy“ es nicht schaffen, ihren doppelten Nachwuchs aufzuziehen. Deshalb wurden die Küken zwei Pinguinpaaren anvertraut, die in diesem Jahr keinen Nachwuchs gebracht hatten. Solche „Adoptionen“ können gelingen und bislang scheinen die Ersatzeltern sich auch gut um „Sandys“ Küken zu kümmern.

 

Weitere Informationen über Brillenpinguine und deren Aufzucht im Allwetterzoo gibt es hier

 

„Sandys“ Geschichte schildern wir hier