News-Archiv
3. Juli 2009
Freigang für die Kapuziner
Die Eröffnung der neuen Anlage für Kapuzineraffen auf der ehemaligen
Liegewiese ist das Ereignis des Jahres im Allwetterzoo! Wo früher die
Zoobesucher relaxten, tummeln sich heute kleine Affen...
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Rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien war es soweit: Elf hübsche Kapuziner nahmen ihr neues grünes Reich am Zookanal in Besitz. Jahrelang bewohnten die kleinen Affen nur vergitterte, wenn auch gut ausgestattete Gehege. Zusätzlich boten wir den intelligentesten „Südamerikanern“ immer wieder neue, sehr individuelle Beschäftigungsmöglichkeiten - doch die Natur fehlte!
Ende Juni war es endlich soweit: Nach einer Rekord-Bauzeit von nur
vier Wochen erprobten die Kapuziner erstmals ihre neue Freianlage. Tierpfleger
und Zoologen, alle am Bau Beteiligten und zahlreiche Zoobesucher warteten
in der Mittagszeit ungeduldig auf das Okay der Elektriker. Die nahmen
noch letzte Regulierungen an der Stromspannung des Zauns vor, der das
neue Gelände umgibt. Dann ging Revierleiterin Teresa Willmen zum alten
Freigehege, öffnete den Schieber - und schon stürmten zwei der quirligen
Affen in den Laufgang, der in luftiger Höhe über dem Besucherweg verläuft.
Nach wenigen Metern auf ungewohntem Terrain liefen sie wieder zurück.
Die anderen drängelten sich derweil um den neuen Ausgang.
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Schließlich wagte sich der zweitstärkste Mann der elfköpfigen Kapuzinergruppe
immerhin bis über den Besucherweg. „Pedro“ kehrte aber an der ersten
Biegung des Laufgangs zurück. Der halbstarke „Monti“ schaffte als erster
den kompletten, rund 40 Meter langen Weg.
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Der Zaun, der die neue Kapuziner-Anlage umgibt, ist transparent und bietet eine sehr gute Sicht auf die Affen, er führt allerdings Strom. Die Zooelektriker hatten hierfür rund 2.200 Meter Stromdraht rings um das Gelände gezogen und 1.000 Isolatoren angebracht. Die elektrische Spannung ist mit 6,5 kV niedrig, aber wirkungsvoll. Als der 32jährige „Odin“ den Außenzaun erklimmen wollte, ließ er ganz schnell wieder los! „Hera“, ein älteres Weibchen, erschrak zwar, sprang dann jedoch zwischen zwei Elektrodrähten hindurch! Eine weitere Schwachstelle an den Sicherheitseinrichtungen entdeckten die klugen Affen ebenfalls in der ersten Stunde: „Venus“ kletterte auf den Laufgang - und schwupps war sie raus aus der Anlage. Zum Glück waren Zoomitarbeiter in der Nähe, die das Weibchen am Davonlaufen hinderten. Anschließend wurde nachgebessert...
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Ein zweiter Probelauf einige Tage später verlief ruhig und ohne Pannen.
Deshalb werden die Zoobesucher sich in Zukunft Tag für Tag an den quirligen
Affen in ihrem grünen Sommer-Paradies erfreuen können! Das ist etwa
700 qm groß und erstreckt sich vom Besucherweg zwischen dem Haus für
Niedere Affen und der Pinguinanlage bis hinunter zum Zookanal. Vorhandene
Bäume wie eine Kastanie und eine Hainbuche wurden integriert, stabile
Eichenkronen als Kletterbäume neu gesetzt. Der Laufgang vom Affenhaus
zur neuen Anlage überquert den Besucherweg, ist aber durch Bäume geschickt
kaschiert und bietet einen regelrechten Überraschungseffekt: „Guck mal
nach oben, da läuft ja ein Affe!“, wird man hier demnächst sicher öfter
hören!









