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18. Juni 2009

„Bärige“ Veränderungen:

Josefine, Zähne zeigend

Freuen Sie sich über tolle neue Sichtmöglichkeiten auf „Klaus“ und „Josefine“ in ihrem naturnah umgestalteten Zuhause - und im Bärenhaus über unsere Bären-Galerie mit rund 40 Vitrinen und Bildern zum Staunen und Schmunzeln!

 

„Klaus“ und „Josefine“, unsere beiden Malaienbären, haben ein neues Zuhause bekommen! Ihre Freianlage wurde naturnah und sehr attraktiv umgestaltet: Statt Beton gibt es jetzt helle Steine und grüne Pflanzinseln, hohe Kletterbäume, mehrere Schattenplätze und viel Rindenmulch zum Wühlen - vielleicht findet sich ja ein leckerer Käfer? Sogar Steinhaufen dürfen die beiden schwarzen Bären umschichten, wenn sie Lust dazu haben! Und ein plätschernder Wasserfall sorgt für eine stimmungsvolle Geräuschkulisse.

 

„Klaus“ ist 23 Jahre alt, geboren wurde er im Zoo von Miami/USA, „Josefine“ ist 9 Jahre alt und eine geborene Berlinerin. Malaienbären leben in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Sie gehören zur Familie der Großbären, also zu den größten Landraubtieren der Erde. Jedoch ist der ausgewachsene Malaienbär mit bis zu 1,50 Meter Länge und 50 bis 65 Kilogramm Körpergewicht der kleinste Vertreter der Großbären.

 

Malaienbaeren in neuer Außenanlage

Als Besucher kommen Sie jetzt sehr viel näher an die Bären heran als früher. Es gibt bodentiefe Glasscheiben dicht am Gehegerand und eine hölzerne Besucher-Plattform, die sogar über den Wassergraben der Bärenanlage reicht. Auch der gesamte Bereich vor der Anlage wurde umgestaltet und bietet ein harmonisches Bild. Dazu tragen eine formschöne Pflasterung von Weg und Schaubucht ebenso bei wie neue Pflanzungen am Gehegerand. Verwendet wurde viel Bambus, der auch im Winter grün ist.

 


Bär, Rinde abziehend

Technisches: Baubeginn war am 16. März 2009. Die Malaienbären haben ihre neue Außenanlage erstmals am 8. Mai kennen gelernt. Die letzten Bauarbeiten im Besucherbereich werden bis zum 19. Juni erledigt sein. Der 35 Jahre alte Beton wurde in einer Gesamtfläche von etwa 550 m² saniert, die Rückwand anschließend in abgestuften Grüntönen gestrichen. Die gesamte Gehege-Fläche von rund 160 m² wurde überarbeitet. Wo sich zuvor Beton zeigte, bedecken heute knorrige Baumstämme, helle Sandsteine und Rindenmulch den Boden. Es wurden rund 15 m³ Holz in Form von Stämmen, kräftigen Eichenkronen zum Klettern oder für Absperrungen benötigt und insgesamt ca. 65 Tonnen Sandstein verarbeitet. Der Großteil der Arbeiten wurde von einem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen bewerkstelligt. Darüber hinaus waren eine Malerfirma und zahlreiche Zoo-Handwerker beschäftigt. Allein die Zoo-Gärtner haben rund 200 Arbeitsstunden investiert!

 

Malaienbaer, Blätter angelnd

Die Bären-Galerie im Bärenhaus umfasst knapp 40 „Schaufenster“. Kleine und größere Vitrinen und Bilder in unterschiedlichen Formen schmücken die sanierten, hell gestrichenen Wände und zeigen „bäriges“ Leben in allen Facetten. Kinder werden viel Freude an den seifigen „Waschbären“ haben, Uhrenfans am „U(h)rbär“, der inmitten zahlloser Uhrwerke hockt. Kunst- und Computerfans finden ebenso „ihre“ Vitrine wie Kenner der münsterschen Zoo-Historie. Leicht gruselig wirken die „Bärowinger“, das sind winzige Skelette aus Mäuseknochen, aufgebahrt in Käseschachteln. Schön ist der „Bärentraum“, der einen Bären mit Bienenflügeln darstellt. Aber ob bär so schneller an Honig gelangt? Edel und ganz in Gold stellen sich die „Goldbärvariationen für J.S.B.“ dar.

 

Liste der Exponate:

 

BücherbärStammtischFeierabend


Dieter Brembs: Was braucht der Bär? Eine Revierkarte. Hilfsmittel beim Honigsammeln. Grundausstattung für den Winterschlaf.
Oliver Hartmann: Frodlerbär.
Christine Janzen von Burkersroda: Der große und der kleine Bär.
Johannes Mann: Obär. Räubär. Seehbär.
Uli Martini: Computerbär. Im Museum. Goldbärvariationen für J.S.B. Waschbären. Bruno der Problembär. Feierabend. U(h)rbär. Die Königin der Nacht. Ein totgeliebter Teddybär. Mausoleum der Bärowinger. Bärenstarker Deutschland-Achter. Bärenzwinger im alten Zoo Münster. Das neue Bärenhaus. Die Leuchte der Wissenschaft. Stammtisch. Bärenspaßbad. Circus Bärum. Bärensalat.
Uli Martini und Bernward Hoffmann: Leseecke
Peter F. Piening: Bärenstark. Knut – Flocke. Ein Kerl wie ein Bär. Jemandem einen Bären aufbinden. Bärenglück. Eisbär. Bärenhunger. Bärendienst. Auf der Bärenhaut liegen. Teddy, angezogen. Teddy mit Fliege. Paar. Ein Fell ...
Gerrit Wigger: Bär, kosmopolitisch. Ein Bärentraum
Monika Wigger: Bärenmarke

 

Ernster ist eine Installation zum Thema Klimawandel. Neben einer naturgetreu gestalteten Eis-Landschaft steht ein riesiger Eisbär, aus Plüsch natürlich und zum Anfassen nah. Informationstafeln und ein Film klären über die akute Bedrohung der arktischen Riesen auf.

 

Neue große Informationstafeln mit Texten, Fotos und Illustrationen informieren über die drei im Allwetterzoo lebenden Bärenarten. Man erfährt, warum der Eisbär ein helles, der Malaienbär ein dunkles Fell trägt. Anschaulich wird erklärt, weshalb der Nasenbär „Rüsselnase“ und „Ringelschwanz“ trägt, wie vielfältig die Mahlzeiten der Syrischen Braunbären sind, dass Malaienbären trickreiche Schleckermäuler sind und vieles mehr.