Warum ein Elefanten-Park?


Die Haltung von Elefanten hat in Münster eine lange Tradition. 1899 bezog der legendäre „August“ - eine Elefantenkuh – das damals „schönste Elefantenhaus der Welt“ im alten Zoo. 1994 kam der erste Elefantenbulle nach Münster. 1999 wurde hier das erste Elefantenbaby geboren, das leider nur 30 Stunden lebte. Seitdem hoffen wir erneut auf Nachwuchs, denn die Zucht von Elefanten ist Grundvoraussetzung für deren langfristige Haltung in den Zoologischen Gärten.

 

Elefant August 1927 Afrikanische Elefanten lebten bis 1989 in Münster 1994 wurde die Tropenhalle eröffnet

 

Um im Allwetterzoo weiterhin Elefanten halten und vor allem auch züchten zu können, planten wir den Elefanten-Park. Zusätzlich zur bestehenden Elefantenanlage entstanden von Anfang 2012 bis Juni 2013 ein neues, separates Bullenhaus samt Kral, eine deutlich vergrößerte Freianlage mit einem großzügig dimensionierten Badebecken sowie einer Suhle für Schlammbäder. 

 

Anlage vor der Erweiterung (2006)

 

Ein separates Bullenhaus wurde notwendig, weil die bisherige Bullenhaltung nicht optimal und auch unter dem Aspekt der Sicherheit für die Pfleger problematisch war. Aus biologischen Gründen ist eine von den weiblichen Tieren getrennte Unterbringung des Bullen günstig, vor allem während der Musth. Im neuen Bullentrakt ermöglichen drei getrennte Boxen den Pflegern einen gefahrlosen Umgang mit dem männlichen Elefanten. Vom Bullentrakt aus hat der Elefant Zugang sowohl zum Kral als auch zur großen Freianlage samt Badebecken.

 

Während der mehrwöchigen Musth ist der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron bei den Bullen bis um das sechzigfache erhöht. Sie fühlen sich gegenüber Artgenossen absolut dominant, kämpfen um jede paarungswillige Kuh und sind auch für Menschen sehr gefährlich.

 

Anlage vor der Erweiterung (2006)

 

Die Realisierung des Elefanten-Parks erhöht nicht nur die Sicherheit der Pfleger und den Komfort für die Tiere, sondern auch die Attraktivität für die Besucher. Die Fütterungsstelle, an der Menschen den Elefanten Möhren oder Gurken in den Rüssel stecken dürfen, ist nun bequemer erreichbar und vor allem großflächig überdacht. Eine neue Wegeführung ermöglicht reizvolle Einblicke in die um mehr als das Doppelte vergrößerte Freianlage. Durch die Pergola und das Asiatische Langhaus gibt es nun auch überdachte Beobachtungsmöglichkeiten. Und auf der neuen Terrasse im Bereich der Cafeteria kann man gemütlich sitzen und dabei die Elefanten beobachten.

 

Hoch-Panorama: Elefantenhaus, Pergola und Langhaus - Sommer 2013

 

 

 

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