Zoo-Rundgang

Das Gelände des Allwetterzoos ist nicht leicht zu überblicken, deshalb gibt es zwei verschiedene Rundwege, beschildert in verschiedenen Farben: Blau steht für den Regenweg, Gelb für den Sonnenweg. Die Rundweg-Beschilderung wird unterstützt durch zahlreiche Wegweiser mit Tiersymbolen, die auf Anlagen und Tierhäuser hinweisen.


Der Regenweg

Er beginnt in der Eingangshalle und führt durch alle großen Tierhäuser. Rund ein Kilometer des Weges ist durch die sogenannten "Allwettergänge" überdacht. Viele Tiere halten sich in den Tierhäusern aber nur nachts oder im Winter auf. Den Großteil ihrer Zeit verbringen sie lieber im Freien in Anlagen außerhalb der Häuser und jenseits des Allwetterganges.

Das gläserne Gebäude, das direkt an die Eingangshalle grenzt, ist unsere BioCity. Sie beherbergt neben dem "Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz" eine Ausstellung zum Thema Artenvielfalt und eine Forscherwerkstatt für Schüler. Das erste Tierhaus auf dem Rundgang ist das Bärenhaus mit Nasenbären, Syrischen Braunbären und Malaienbären.

Direkt am Allwettergang vor unserem Tropenhaus leben farbenprächtige Aras in einer großräumigen Voliere ohne trennendes Glas oder Gitter. Im Tropenhaus selbst erlebt man eine bunte Tiergesellschaft inmitten üppig grüner Bepflanzung. Rund 100 Vögel zwitschern im Blätterdickicht oder laufen über den Besucherweg. Flughunde in drei Arten schlafen in den oberen Regionen der Halle. Durchs Unterholz schlüpfen zierliche Huftiere, die Kleinkantschils. In einer separaten Voliere leben Weißgesicht-Sakis und Acouchis, das sind südamerikanische Affen bzw. Nagetiere. Die Reptilienhalle im Tropenhaus beherbergt Riesenschlangen, Kaimane und verschiedene Echsen.

Folgt man dem Allwettergang, findet man großzügige Volieren für Wellensittiche und Keas sowie Terrarien für Schildkröten. Im Ausstellungsraum im Inneren unserer Großflugvoliere klären wir mit einer Ausstellung über "Verbotene Geschenke" auf. Die nächste große Anlage beherbergt Großkatzen wie Amurtiger, auch als Sibirische Tiger bekannt, und Nordpersische Leoparden.

Das nächste große Tierhaus ist den "Dickhäutern" vorbehalten. Als erstes gelangt man in die Halle für Breitmaulnashörner. Hier bewohnen die Erdmännchen eine schöne bis zum Boden verglaste Innenanlage. Weiter geht es in die Tropenhalle für Asiatische Elefanten. Bei Regen und Kälte dürfen Besucher die Elefanten im Haus füttern, sonst draußen. Bei jedem Wetter können die Gebirgsloris im Elefantenhaus gefüttert werden. Am Eingang der für Besucher begehbaren Voliere halten wir Nektar für diese kunterbunten Papageien bereit. Am Elefantenhaus endet der erste Teil des überdachten Rundwegs.

Der Regenweg führt nun am Afrikapanorama mit afrikanischen Huftieren und der Elefanten-Freianlage vorbei. Danach erreicht man das Giraffenhaus und die Fortsetzung des Allwetterganges. Im benachbarten Löwenhaus leben neben großen und kleinen Raubkatzen auch Nilflughunde.

Nach Verlassen des Hauses geht man über die überdachte Brücke des Zookanals. Am anderen Ufer befindet sich unser Menschenaffenhaus. Außer Schimpansen und Gorillas sind hier Varis und Kattas zu sehen, das sind Lemuren aus Madagaskar. Am Allwettergang zwischen unseren beiden Affenhäusern befindet sich das großflächig verglaste Haus der Guerezas. Diese Affen bewohnen bei schönem Wetter eine große Anlage, durch die Besucher hindurch gehen können. Das folgende Haus für Niedere Affen beherbergt Löwenäffchen und Springtamarine, Kapuziner und Mandrills.

Die nächste Station des Regenweges ist unsere "kleine Nordsee", die Watvogelanlage. Hier kann man in einem der Strandkörbe sitzend Ebbe und Flut und im Schlick stochernde Vögel erleben. Nach Verlassen der Watvogelanlage muss man entscheiden: rechts herum geht es zu den Kegelrobben, links zu den Brillenpinguinen.

Unmittelbar an die Robbenanlage grenzt unsere ZoORANGerie, eine Dschungelanlage für Orang-Utans, Bartaffen und Zwergotter. In der Halle kann man auf einen sechs Meter hohen Kletterbaum steigen und die roten "Waldmenschen" und ihre Mitbewohner aus luftiger Höhe beobachten. Über einen breiten, nicht überdachten Weg gelangt man zur Brücke über den Zookanal und in den Ausgangsbereich. Dort befinden sich Restaurant und Cafeteria sowie unser Aquarium.


Der Sonnenweg

Er beginnt gleichfalls in der Eingangshalle und führt vorbei an den Außenanlagen der Bären und den Gehegen von Vietnam-Sikas und Bongos zum Westfälischen Pferdemuseum.

In unserem Kinder- und Pferdepark neben dem Pferdemuseum leben Hauspferde und Riesenesel, Urwildpferde und Kamele sowie Wölfe in großzügigen Anlagen. Dieser Zoobereich ist vor allem fürKinder spannend, denn außer attraktiven Lern- und Spieleinrichtungen gibt es einen Streichelbereich mit Zwergziegen, Minischafen und viel Wasser.

Folgt man dem Sonnenweg, gelangt man zum Tropenhaus. An dessen Außenfront befinden sich Terrarien für kleine Säugeteire wie Gundis oder Münstersche Wieselmeerschweinchen sowie eine Voliere für Weißgesicht-Sakis und Acouchis. An der Rückseite des Tropenhauses wohnen Bennettkängurus. Deren Winterstall ist im Vogelhaus, an das eine Voliere für Papageien und die Freianlage der Flamingos grenzt.

Der Sonnenweg führt um die Großflugvoliere mit Geiern und anderen Greifvögeln herum zu den Außenanlagen für Tiger und Leoparden. Das nächste große Tierhaus ist die Nashornhalle mit ihren weitläufigen Außenanlagen. Hier entstand 2008 für die Erdmännchen eine große Freianlage, durch die man als Besucher sogar hindurch gehen kann. Große Glasscheiben trennen zwar Mensch und Tiere, doch kann man hier die kleinen Räuber Auge in Auge beobachten.

Der Weg sieht nun einen Abstecher zum Delphinarium vor, das ab 10 Uhr durchgehend geöffnet ist. Hier finden zu festgelegten Zeiten Vorführungen mit Delfinen und Kalifornischen Seelöwen statt. Weitere Anlagen am Sonnenweg bewohnen Halsbandpekaris und die seltenen Prinz-Alfred-Hirsche.

Der Weg führt anschließend am weiträumigen Afrikapanorama mit Zebras, Gnus und Antilopen, Blauhals-Straußen und Kronenkranichen vorbei. Im Sommer wird der breite Wassergraben davor von Krauskopfpelikanen, dicken Karpfen und Schildkröten bevölkert.

Die nächste Station am Sonnenweg ist die Außenanlage für Netzgiraffen. Gegenüber befindet sich unsere 7.500 qm große Anlage für Geparde, die von Besuchern komplett umrundet werden kann. Weiter geht es zu den Außenanlagen am Löwenhaus.

Nach der Überquerung des Zookanals gelangt man zum Affricaneum mit seinen sehenswerten Freianlagen für Gorillas und Rotscheitelmangaben, Schimpansen und afrikanische Schweine. Eine kleine Holzbrücke führt in die erste unserer beiden für Besucher begehbaren Affenanlagen. Hier leben die schwarz-weißen sprunggewandten Guerezas, auch Colobusaffen genannt. Quert man den Allwettergang, führt der Weg über eine weitere kleine Brücke auf die Insel der Kattas. Auch diese Lemuren können ohne Grenzen erlebt werden. An den Außengehegen von Kapuzinern und Mandrills vorbei führt der Weg in die Watvogelanlage mit Vögeln der Nordseeküste. Von hier aus geht es weiter zu Brillenpinguinen und Kegelrobben.

Die letzte große Anlage am Sonnenweg ist die ZoORANGerie mit ihrem dschungelartig gestalteten Außenbereich für Orang-Utans und Zwergotter. Hält man sich rechts, gelangt man am Haus für Wildbienen vorbei über den Zookanal und zum Ausgangsbereich mit Restaurant und Aquarium.